Verpackungspapier ist ein unverzichtbares Material für die sichere Lieferung von Waren, wie z.B. Lebensmittel oder Medikamente, zusätzlich profitiert der Sektor auch von der Beschleunigung des eCommerce in Folge der Pandemie. Die Nachfrage nach Sanitär- und Haushaltssorten profitierte von den gestiegenen Hygieneanforderungen, trotz der Einschränkungen für die OutOfHome-Märkte.
In Folge der konjunkturellen Abschwächung und der rückläufigen Papierproduktion sank der Zellstoffverbrauch um 6 %. Die gesamte Zellstoffproduktion ging um 5 % zurück, während die Menge an Marktzellstoff unverändert blieb. Betrachtet man Papier und Marktzellstoff zusammen, so hat der Anteil der Cepi-Produktion, der für den Export bestimmt ist, einen neuen Höchststand erreicht: 26% im Jahr 2020.
Nachhaltigkeit auf Kurs
Bei der Versorgung der Konsumenten mit zum Teil lebenswichtigen Produkten hat die europäische Papierindustrie im Jahr 2020 ihre Wettbewerbs- und Nachhaltigkeitsagenda erfüllt. Trotz der Pandemie, die sich auf die Verfügbarkeit und Qualität von Papier für das Recycling auswirkte, stieg die europäische Recyclingquote um 1,4 Punkte und erreichte 74 % im Jahr 2020. Betrachtet man die Fortschritte seit 1998 – dem Basisjahr für die erste freiwillige Selbstverpflichtung in der Europäischen Erklärung zum Papierrecycling – so ist die Wiederverwertung um 40 % oder 16 Millionen Tonnen gestiegen.
Auch die direkten CO2-Emissionen der europäischen Papierindustrie sind bis 2020 um 7 % gesunken, was vor allem auf die fallende Produktion, aber auch auf die anhaltenden Bemühungen der Branche zur Dekarbonisierung zurückzuführen ist. Infolgedessen gingen die spezifischen CO2-Emissionen (pro Tonne Produkt) im Jahr 2020 um weitere 3 % zurück. Was den Energieeinsatz betrifft, so ist 62 % des Brennstoffverbrauchs erneuerbar: Zellstoff-Lauge, Altpapier- und Klärschlamm, Holzreste – alles aus nachhaltig bewirtschafteten europäischen Wäldern.