Propak 2021: Branche bereit für den Aufschwung

Die wirtschaftliche Performance der Papierverarbeitung zeigte sich 2020 bei oberflächlicher Gesamtbetrachtung relativ gut: Nach 2019 wiederum mit einem negativen Wert bei der abgesetzten Produktion, aber besser als das BIP und weit über dem Schnitt der Gesamtindustrie. Der Teufel – oder im konkreten Fall die Wahrheit – steckt aber im Detail: Die Zeiten sind herausfordernd, aber die Propak-Industrie ist eine nachhaltige und innovative Branche und 2021 bereit für den Aufschwung. Voraussetzung ist und bleibt aber die rasche Durchimpfung und Bekämpfung der Pandemie. Aber sie ist noch nicht vorbei und die Branche steht vor neuen Herausforderungen – vor allem hinsichtlich der Rohstoffsituation und angesichts eines immer drängender werdenden Fachkräftemangels.

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ÖZV-Studie 2021: Entscheider nutzen Fachzeitschriften

Bereits zum zweiten Mal hat der Österreichische Zeitschriften- und Fachmedienverband (ÖZV) die Entscheiderstudie durchführen lassen. Die Ergebnisse zeigen, dass Fachmgazine nach wie vor an der Spitze der Informationsquellen für Entscheiderinnen und Entscheider liegen. 94 % der Führungskräfte nutzen Fachmedien in gedruckter oder digitaler Form regelmäßig oder zumindest gelegentlich.

Die Corona-Pandemie hat der Beliebtheit von Fachmedien keinen Abbruch getan. 59 % der österreichischen Entscheidungsträgerinnen und Entscheidungsträger nutzen diese regelmäßig, 35 % zumindest gelegentlich. Im Vergleich zur vorherigen Studie in 2018 hat die Nutzung der digitalen Ausgaben hingegen zugenommen, allen voran deren Websites und Newsletter.

Dass Entscheiderinnen und Entscheider sich intensiver mit Fachmedien auseinandersetzen, zeigt sich auch an der hohen, ebenfalls gestiegenen, Nutzungsdauer. 70 % (2018: 58 %) der Befragten geben an, dass sie Fachmedien – Print und digital – zwei Stunden oder länger pro Woche nutzen. Die durchschnittliche Nutzungsdauer hat sich von 220 Minuten auf 269 Minuten in der Woche erhöht.

Die Nutzungsmotive zeigen, dass Fachmedien durch ihre redaktionelle Qualität überzeugen und verlässliche Orientierung im Berufsalltag ermöglichen. Sie werden genutzt, um über aktuelle Entwicklungen der jeweiligen Branche auf dem Laufenden zu sein und werden für ihre ausführliche Berichterstattung und Hintergrundinformation geschätzt. Praktischen Nutzen bieten sie durch neutrale Produktvergleiche und Tests sowie bei der beruflichen Weiterbildung. Die Zielgruppe setzt auf Fachmedien, wenn es um kontinuierliche Informationen über Produkte und Anbieter geht – drei Viertel der Befragten schätzen diese als (sehr) wichtige Informationsquellen. Hohe Relevanz wird Fachmedien auch bei größeren Investitionsentscheidungen beigemessen, in diesem Bereich sind es 57 % der Befragten, die auf gedruckte oder digitale Fachmedien-Angebote vertrauen.

Fachmedien sind Motor für die Wirtschaft

Steigende Werte zeigen sich auch beim Image der Fachzeitschriften – 71 % der Führungskräfte beurteilen diese als glaubwürdige Quellen für neutrale und seriöse Informationen, im Jahr 2018 lag der Wert noch bei 61 %. Auch bei der Einschätzung, dass Fachmedien Markttransparenz schaffen, stieg der Wert seit 2018 um 13 Prozentpunkte auf 70 %.

„Fachzeitschriften in gedruckter und digitaler Form sind trotz der Covid-19-Pandemie weiterhin führende Informationsquellen für Entscheiderinnen und Entscheider und damit unverzichtbarer Partner in der B2B-Kommunikation. Die Nachfrage nach Fachzeitschriften ist pandemiebedingt sogar gestiegen.“

ÖZV-Präsidentin Claudia Gradwohl

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Die Methodik der Studie: Für die Fachzeitschriften-Entscheiderstudie 2021 wurden im Rahmen der Leseranalyse Entscheidungsträger (LAE) 500 Führungskräfte in Unternehmen mit mehr als fünf Beschäftigten befragt. Die Betriebe wurden vorab telefonisch kontaktiert, um zufallsbasiert in vorgegebenen Entscheidungsbereichen (z.B. Geschäftsführung, Personal, Finanzen, Marketing, Vertrieb etc.) Führungskräfte zu einer anschließenden Online-Befragung einzuladen.

 

Rückfragehinweis: Roman Vonderhaid (ÖZV), 01 / 533 79 79 –419, 0664 / 33 29 419, roman.vonderhaid@all-media.at

FAO 2020: nachwachsende Rohstoffe weiter gefragt

Die FAO-Erhebung 2021 über die weltweiten Zellstoff- und Papierkapazitäten enthält Statistiken über die Produktionskapazität von Papier und Zellstoff in 2020, sowie Prognosen zur Entwicklung in den gewichtigsten Ländern bis 2025. Sie enthält auch Informationen über die Verwendung von Altpapier.

Die Erhebung basiert auf den Daten und Einschätzungen, die von einem weltweiten Korrespondenten-Netz vorgelegt wurden; die meisten Experten arbeiten in den Industrieverbänden oder, in Ermangelung solcher Vereinigungen, in Papierunternehmen. Die Umfrage zeigt nur die Länder, die Antworten auf die Fragebögen gemeldet haben, ansonsten wurden Schätzungen nicht berücksichtigt.

Der Bedarf an Produkten aus nachwachsenden Rohstoffen wird weiter steigen. Die Kapazitäten für die Zellstofferzeugung wachsen deshalb um fast 20 Millionen Tonnen (11%) bis 2025. Auch Papier legt zu, weltweit um 5 Miollionen Tonnen (2%). Dabei wächst das Angebot von Verpackungspapier (6%), während es bei grafischen Papieren in den nächsten 5 Jahren zurückgehen wird (-7%).

Aus den folgenden 35 Ländern, die etwa 86 Prozent der Papier-Weltproduktion repräsentieren, wurden Antworten in die Umfrage aufgenommen: Argentinien, Australien, Belgien, Brasilien, Chile, China, Dänemark, Deutschland, England, Finnland, Frankreich, Italien, Japan, Kanada, Kolumbien, Korea, Mexiko, Niederlande, Tschechien, Neuseeland, Pakistan, Peru, Philippinen, Polen, Portugal, Russische Föderation, Slowenien, Spanien, Schweden, Thailand, Ungarn, USA Uruguay Weißrussland und auch Österreich.

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SIO 2021: Bio-Abbaubarkeit von Zellstoff-Fasern

Die renommierte Scripps Institution of Oceanography der University of California, San Diego liefert mit ihrer Versuchsreihe einen weiteren wissenschaftlichen Beleg dafür, dass Lenzing-Fasern eine wirksame Alternative zu synthetischen Fasern darstellen, die mit zum drängenden Problem der Plastikverschmutzung in den Weltmeeren beitragen.

Die Lenzing Gruppe, ein führender Anbieter von holzbasierten Spezialfasern, erhielt einen weiteren wissenschaftlichen Beleg für die biologische Abbaubarkeit ihrer Fasern. Wissenschaftler/innen des renommierten, akademischen Forschungsinstituts Scripps Institution of Oceanography (SIO) der University of California, San Diego bestätigten in einer im Oktober 2021 publizierten Studie1, dass sich holzbasierte Cellulosefasern am Ende ihres Lebenszyklus im Ozean in kurzer Zeit biologisch abbauen und damit auch die bessere Alternative zu erdölbasierten Fasern darstellen. Die Untersuchung war das Ergebnis eines unabhängigen Projekts, das sich zum Ziel setzte, die „End-of-Life“-Szenarien für Textilien und Vliesstoffe, die in der Umwelt entsorgt werden, zu verstehen.

Das SIO gilt weltweit als eines der ältesten, größten und bedeutendsten Zentren für Meeresforschung. In dieser Studie stellte es die Abbauprozesse von Vliesstoffen aus erdölbasierten, synthetischen Materialien wie Polyester und Materialien auf Cellulosebasis wie die holzbasierten Lyocell-, Modal- und Viscosefasern der Lenzing Gruppe unter bestimmten Szenarien gegenüber: unter verschiedenen realen Bedingungen im Ozean und kontrollierten Bedingungen in Aquarien. Die Ergebnisse dieser Versuchsreihe sind erstaunlich: Während sich die holzbasierten Cellulosefasern bereits innerhalb von 30 Tagen vollständig biologisch zersetzten, verzeichneten die getesteten, erdölbasierten Fasern auch nach über 200 Tagen praktisch keine Veränderung.

Probennahme am Institut in Kalifornien

„Unser Geschäftsmodell ist ein Modell der Kreislaufwirtschaft. Wir verwenden Holz aus nachhaltiger Forstwirtschaft, erzeugen daraus unter hocheffizienter Nutzung aller Rohstoffe Fasern, die am Ende des Lebenszyklus wieder Teil des Ökosystems werden“, sagt Robert van de Kerkhof, Mitglied des Vorstandes der Lenzing Gruppe. „Die Textil- und Vliesstoffindustrien müssen sich ändern. Unser Ziel ist es, ein breites Bewusstsein für die großen Herausforderungen wie die der Plastikverschmutzung zu wecken und die Industrie für einen Umstieg auf unsere holzbasierten, biologisch abbaubaren Fasern der Marken Tencel, EcoVero und Veocel zu gewinnen“, so van de Kerkhof.

Die biologische Abbaubarkeit der Fasern wurde im Labor von Organic Waste Systems (OWS) in Belgien – einem der weltweit führenden Unternehmen für die Prüfung der biologischen Abbaubarkeit und Kompostierbarkeit – getestet. Die Ergebnisse werden von jenen unter realen Bedingungen im Meer und unter kontrollierten Bedingungen in Aquarien bestätigt. Die OWS-Bewertung wurde gemäß den bestehenden internationalen Standards durchgeführt und spiegelt alle relevanten natürlichen und künstlichen Umgebungen wider, in denen ein biologischer Abbau stattfinden kann. Zertifikate der internationalen Zertifizierungsorganisation TÜV Austria zeigen, dass Lenzing-Fasern in allen getesteten Umgebungen (Erde, industrielle Kompostierung, Heimkompostierung, Süßwasser und Meerwasser) innerhalb der in den Standards festgelegten Fristen schnell biologisch abgebaut werden.

Rückenwind durch Gesetzgebung

Die Verschmutzung der Umwelt durch Plastik ist ein großes Problem unserer Zeit, das sich auch noch auf viele künftige Generationen auswirken kann. Die Modeindustrie belastet die Umwelt mit ihrem Geschäftsmodell der „Fast Fashion“ dabei in einem besonders extremen Ausmaß. Der Einsatz von erdölbasierten, synthetischen Fasern in Textilien hat sich in den vergangenen 20 Jahren in etwa verdoppelt. Dieser Trend wird sich voraussichtlich fortsetzen. Mehr als die Hälfte aller Textilien weltweit enthält heute Polyester, mit steigender Tendenz. Das geht auch aus einem Bericht der Non-Profit-Organisation Changing Markets Foundation2 hervor.

Folgerichtig begrüßt Lenzing auch konkrete Maßnahmen der EU im Kampf gegen Plastikmüll im Allgemeinen, beispielsweise jene in Bezug auf die Einwegkunststoffrichtlinie (EU) 2019/9043. Die EU-Kommission präzisiert in kürzlich erlassenen Leitlinien zur Umsetzung der Richtlinie, welche Produkte genau in den Anwendungsbereich dieser fallen, und sorgt damit für die nötige Klarheit im gemeinsamen Kampf der EU-Mitgliedsstaaten gegen die Umweltverschmutzung durch Plastikabfälle. Die holzbasierten, biologisch abbaubaren Cellulosefasern können Teil einer nachhaltigen und innovativen Lösung für dieses vom Menschen gemachte Problem sein, das sich künftig nur noch verschlimmern wird. Die Einwegkunststoffrichtlinie sieht seit Juli 2021 auch einheitliche Kennzeichnungsvorschriften für bestimmte Produkte auf der Verpackung oder auf dem Produkt selbst vor. Darunter fallen etwa Damenhygiene-Produkte und Feuchttücher für Körper- und Haushaltspflege, die Kunststoffe enthalten. Ein erster Schritt zur Lösung des Problems: die Aufklärung der Verbraucher/innen und ein Angebot alternativer Materialien mit besserer Kreislauffähigkeit.

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(Elsevier Verlag)

 

Kontakt: Dominic Köfner (Corporate Communications Lenzing AG), Werkstraße 2, 4860 Lenzing, 07672 / 701 ~2743, media@lenzing.com

 

1 www.sciencedirect.com/science/article/pii/S0048969721031314

2 changingmarkets.org/wp-content/uploads/2021/01/FOSSIL-FASHION_Web-compressed.pdf

3 Richtlinie (EU) 2019/904 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 5. Juni 2019 über die Verringerung der Auswirkungen bestimmter Kunststoffprodukte auf die Umwelt

ProCarton 2021: Corona hat zu mehr Umweltbewusstsein geführt

Wir freuen uns, Ihnen die aktuellen Ergebnisse aus unserer bisher umfassendsten Verbraucherumfrage vorstellen zu können, die unabhängig mit über 7.000 Befragten in elf Ländern durchgeführt wurde. Auch angesichts der anhaltenden Sorgen bezüglich COVID-19 sind Umweltfragen nach wie vor ein Hauptanliegen für alle, wie Sie im gesamten Bericht feststellen können. [Horst Bittermann, ProCarton-Präsident]

Die wichtigsten Ergebnisse der unabhängigen Studie von Prospectus Global waren:

  • Mehr als die Hälfte der befragten Europäer benannten das Coronavirus als derzeit größtes Problem auf der Welt. Der Klimawandel wurde als zweitwichtigstes Thema eingestuft.
  • Fast die Hälfte der befragten europäischen Verbraucher sind entweder voll und ganz oder generell der Meinung, dass wir durch COVID-19 noch umweltbewusster geworden sind.
  • Sechs von zehn der befragten Europäer stimmen zu, dass die Umweltfolgen der Verpackung eines Produkts Einfluss haben auf ihre Kaufentscheidungen und darauf, welche Produkte sie kaufen.
  • Die Befragten waren der Meinung, dass das Pflanzen von mehr Bäumen die wichtigste Maßnahme zur Bekämpfung des Klimawandels ist.
  • Auf die Frage, was sie bevorzugen, wenn dasselbe Produkt mit einer Verpackung aus Plastik oder einer Karton- bzw. Faltschachtel-Verpackung erhältlich ist, entschieden sich vier von fünf Befragten für das papierbasierte Verpackungsformat.
  • Die meisten Verbraucher sind der Ansicht, dass Einzelhändler und Marken genug tun, um auf umweltfreundlichere Verpackungen umzustellen.
  • Fast zwei Drittel der Befragten geben an, aufgrund von Bedenken bezüglich der Verpackung eines Produkts ein anderes Produkt gekauft zu haben.
  • Mehr als drei Viertel aller Verbraucher wären bereit, für umweltfreundlichere Verpackungen einen höheren Preis zu bezahlen.
  • Die überwältigende Mehrheit der befragten Europäer stimmte zu, dass Regierungen mehr Informationen zum Thema umweltfreundliche Verpackungen bereitstellen sollten, und eine Mehrheit unterstützte eine Steuer zum Erzwingen der Umstellung.
  • Jüngere Verbraucher sind eher der Meinung, dass ein neuer Umweltschutzansatz notwendig ist, als die ältere Generation.
  • Diese Studie spiegelt die Ergebnisse einer ähnlichen Umfrage aus dem Jahr 2018 wider. Die COVID-19-Pandemie führte offenbar zu keiner gravierenden Änderung der allgemeinen Einstellung der Verbraucher gegenüber Verpackungen oder der Umwelt.

Herausgegeben im Mai 2021 von Pro Carton, dem Verband der europäischen Karton- und Faltschachtel-Hersteller

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Kantar 2021: Umweltverträgliche Verpackungen sind gefragt

Eine aktuelle, deutsche Studie des Markforschungsunternehmens Kantar Public zeigt, dass drei Viertel der Online-Shopper großen Wert auf umweltverträgliche Verpackungen legen. Als umweltverträglich gelten bei den Befragten vor allem Verpackungen, die vollständig recyclingfähig sind und Plastik vermeiden. Zudem hätten sie gerne noch mehr Informationen zu den ökologischen Eigenschaften der Verpackungen.

„Online-Händler, die sich für Versandverpackungen aus Wellpappe entscheiden, treffen damit eine gute Wahl und entsprechen den Wünschen ihrer Kunden“,
kommentiert VDW-Geschäftsführer Oliver Wolfrum die Ergebnisse der Studie.

Key Findings

  • Umweltverträglichkeit kommt bei Nutzern des Online-Versandhandels gut an. Drei Viertel der befragten Verbraucher ist die Umweltverträglichkeit der Verpackung wichtig bis sehr wichtig.
  • Drei Viertel der Verbraucher verbinden mit einer umweltverträglichen Versandverpackung die Eigenschaft, dass sie vollständig recycelt werden kann. Außerdem finden Verbraucher: Die Verwendung von Plastikverpackungen im Online-Handel sollte reduziert werden. Darüber hinaus befürwortet ein Viertel der Verbraucher die Verwendung von Versandkartons aus Wellpappe.
  • Umweltfreundliche Verpackungen sind Verbrauchern wichtig, aber nicht entscheidend für das Bestellverhalten. Tatsächlich bestellen nur wenige Verbraucher (7%) ausschließlich bei Online-Shops, die umweltverträgliche Versandlösungen anbieten. Eine umweltverträgliche Verpackung erhöht aber die Chance, Verbraucher an sich zu binden: 37 % würden eher wieder in einem Shop bestellen, der eine solche Verpackung verwendet.
  • Wissen um die Umweltverträglichkeit einer Verpackung trägt zu einem guten Gefühl beim Online-Shopping bei. Hier punktet Wellpappe, denn mehr als die Hälfte der Befragten gibt an zu wissen, dass Wellpappe recycelbar und damit umweltfreundlich ist.
  • Obwohl sich ca. 50% der Verbraucher detailliertere Informationen zur Umweltverträglichkeit auf Verpackungen wünscht, gibt lediglich ein Viertel der Befragten an, aktiv nach Informationen zur Umweltverträglichkeit zu suchen.
  • Die Recycling-Fähigkeit ist den Verbrauchern als Information zur Kennzeichnung umweltfreundlicher Verpackungen von besonderer Bedeutung. 70% der Befragten geben an, dass es ihnen wichtig ist, dies auch auf der Verpackung zu erkennen.
  • Recycling-Zeichen werden von Verbrauchern gut angenommen. Die Hälfte der Befragten stimmt zu, dass sie die Umweltfreundlichkeit der Verpackung belegen. Aber: Recycling-Zeichen und Informationen auf der Versandverpackung sollten besser nachvollziehbar und überprüfbar sein. 41% der Befragten bezweifeln, dass Verpackungen mit einem solchen Zeichen tatsächlich recycelt werden. 30% trauen Informationen auf der Versandverpackung nicht, da sie sie nicht nachprüfen können.
  • Es besteht Bedarf an Informationen zum Recycling von Wellpappe. Die Hälfte der befragten Verbraucher kann keine Stellung dazu nehmen, wie oft sich Wellpappe recyceln lässt. Ebenfalls unschlüssig ist sich ungefähr ein Drittel der Verbraucher bei der Aussage, dass gebrauchte Versandkartons aus Wellpappe der wichtigste Rohstoff für die Papierherstellung sei. Ein Viertel der Befragten ist nicht darüber im Bilde, dass Versandkartons aus Wellpappe biologisch abbaubar sind

Zur Studie geht es hier:

www.wellpappen-industrie.de

Sappi 2020: Der Nachhaltigkeitsbericht

Kürzlich hat Sappi seinen Nachhaltigkeitsbericht 2020 veröffentlicht.

Die Covid19-Pandemie hat die Fragilität und gegenseitige Abhängigkeit der Weltwirtschaft verdeutlicht, die Kluft zwischen den Besitzenden und den Nichtbesitzenden vertieft und unsere Abhängigkeit von der Umwelt verdeutlicht. Vor diesem Hintergrund wird weltweit dazu aufgerufen, die Folgen der Pandemie zu bewältigen, indem wir uns “wieder besser aufstellen”.

Valli Moosa
Vorsitzender des Sappi Nachhaltigkeitskommittees

Dieser Bericht ist mit unserem integrierten Jahresbericht abgestimmt und deckt den Zeitraum von Anfang Oktober 2019 bis Ende September 2020 ab. Wir berichten auf regionaler und globaler Ebene und präsentieren, wo immer möglich, Datereihen übr fünf Jahre, um die Informationen relevant, zugänglich und vergleichbar zu machen. Die Diagramme sind zum besseren Verständnis mit Anmerkungen versehen, und die spezifischen Messkriterien – sowie die Fälle, in denen sie sich geändert haben – sind klar dargelegt.

Zum Bericht geht’s hier:

ProCarton 2021: Jugendliche wollen mehr Recycling

Im Bericht „The Future Is In Their Hands“ geht es um die sogenannte Generation Z. In der europäischen Perspectus Global-Studie, die von ProCarton beauftragt wurde, sind fast 3600 Jugendliche zwischen 11 und 21 befragt worden.

Wird die jüngere Generation den Planeten retten? Neun von 10 Jugendlichen glauben, dass die Verschmutzung und Zerstörung der Umwelt zu den größten Krisen der heutigen Zeit gehört. Auch wenn die Corona-Pandemie weiterhin als das größte Problem angesehen wird, sind 38 % der befragten Jugendlichen der Meinung, dass ihre Eltern nicht genug tun, während ein Viertel (25 %) denken, dass sie den Hauptteil der Arbeit zur Rettung des Planeten übernehmen werden müssen. Diese Haltungen haben sich während der Pandemie verstärkt, wobei zwei von fünf Jugendlichen (42 %) angeben, dass sie durch die Pandemie umweltbewusster geworden sind – mehr als jede andere Altersgruppe.

Beim Recycling in Privathaushalten spielen Eltern nach wie vor die Schlüsselrolle, insbesondere in den Augen von Schulkindern. Auf die Frage, wer zu Hause am meisten recycelt, benannte die größte Gruppe unter den befragten 11- bis 17-Jährigen (46 %) die Mütter, während ein Drittel (34 %) die Väter angab. Obwohl ein Viertel (27 %) in dieser Altersgruppe der Meinung ist, dass ihre Generation diejenige sein wird, die den Planeten rettet, gaben nur 17 % von ihnen an, dass sie zu Hause am meisten recyceln.

Die Jugend übt Druck auf die älteren Generationen aus, um sie dazu zu bewegen, mehr für die Umwelt zu tun. Europaweit gaben 78 % der Befragten an, dass sie ihre Eltern dazu anhalten, ein stärkeres Umweltbewusstsein zu entwickeln. Die Jugendlichen zB in Deutschland sind noch eher gewillt, die älteren Generation in ihrem Haushalt auf das Thema anzusprechen: Mehr als vier von fünf (83 %) der Befragten gaben an, ihre älteren Haushaltsmitglieder diesbezüglich oft oder ständig zu kritisieren.

Diese Kritik wird sich in Zukunft höchstwahrscheinlich nicht nur auf das Zuhause beschränken, da 96 % aller Sekundarschüler (11-17) angaben, dass Unternehmen und Marken mehr tun sollten, um die Umwelt zu schützen. Diese „Verbraucher und Kunden der nächsten Generation“ glauben, dass das Pflanzen von mehr Bäumen, die Verwendung von mehr erneuerbaren Materialien und mehr Recycling die besten Möglichkeiten zur Bekämpfung des Klimawandels sind.

In Europa sind Papier und Karton die am meisten recycelten Verpackungen.

Sieben von 10 Befragten (71 %) gaben an, dass sie Einweg-Plastik sofort verbieten würden, wenn sie könnten. Interessanterweise waren „weniger Fleisch essen“ und „weniger Reisen“ die unpopulärsten Antworten für alle Befragten, und lediglich 12 % bzw. 4 % wählten diese als bevorzugte Möglichkeiten zur Bekämpfung des Klimawandels.

Ende 2020 forderten die Vereinten Nationen während eines virtuellen Klimagipfels von 75 Staats- und Regierungschefs die Regierungen der einzelnen Länder dazu auf, den „Klimanotstand“ auszurufen. Auf demselben Gipfel präsentierten 70 dieser Länder weitere Einzelheiten hinsichtlich ihrer Pläne zur Verringerung der Treibhausgas-Emissionen gemäß der Vorgaben des Klimaabkommens von Paris. Die jungen Befragten glauben, dass Staatsregierungen ihren Teil zum Schutz der Umwelt beitragen und im gleichen Maße wie Marken und Unternehmen Verantwortung tragen müssen. Als Antwort auf die Frage gaben insgesamt 94 % der Befragten an, dass sich die Regierung entweder viel mehr oder etwas mehr für den Schutz der Umwelt einsetzen sollte.

Die jüngere Generation hat klare Meinungen dazu, welche Umweltprobleme bestehen, was getan werden muss und wer es tun sollte. Grundsätzlich ist diese Generation noch umweltbewusster als die Generation ihrer Eltern.

Tony Hitchin, General Manager bei ProCarton

Die jungen Menschen von heute sind die nächsten Schutzbeauftragten für unseren Planeten, und deshalb halten wir es für sehr wichtig, dass wir auf ihre Ansichten eingehen und ihre Anliegen respektieren. Das Ergreifen von neuen Maßnahmen betrifft nicht nur Staatsregierungen, sondern auch Unternehmen, wenn sie beim „Rekrutieren“ dieser jungen Generation von Verbrauchern erfolgreich sein wollen. Das Nutzen von Verpackungen, die wirklich nachhaltig sind, ist ein sinnvoller Ausgangspunkt. Im Gegensatz zu Verpackungen aus fossilen Materialien ist Karton erneuerbar, recycelbar und biologisch abbaubar. Unsere Studie zeigt, dass den Befragten zwar klar ist, welche Verantwortung sie übernehmen müssen, um einen Wandel herbeizuführen, aber auch, dass sie von Unternehmen und Marken mehr erwarten. Wir alle sollten das zur Kenntnis nehmen.“

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DM-Report 2021: Erkenntnisse über Werbeerfolge

Bereits zum achten Mal liefert der Dialog Marketing Report wieder interessante Einblicke in den österreichischen Werbemarkt, diesmal mit einem Sonderteil zum Thema Customer Journey. Im März 2021 wurden fast 1700 Personen befragt – Marketings-Experten und Kunden. Die Ergebnisse geben Aufschluss über die eingesetzten Werbekanäle heimischer Unternehmen, sowie das Mediennutzungsverhalten und das Einkaufsverhalten der Konsumenten.

„Unternehmen sollten verstärkt in datengesteuerte Marketingstrategien investieren.“

Nils Wlömert
Institut für Retailing & Data Science – WU Wien

Die wichtigsten Ergebnisse:

  • Das Werbevolumen 2020 in Österreich ist im Vergleich zu 2019 gesunken.
  • Die Mediennutzung ist aufgrund der Ausgangsbeschränkung vielseitiger geworden: einige Medien wurden verstärkt genutzt, andere weniger.
  • Personalisierte Werbeformen – egal ob online oder in gedruckter Form – werden von den Adressaten wahrgenommen.
  • Bei den Werbeformen, die Konsumenten zum letzten Online-Einkauf animiert haben, sind Flugblätter und Prospekte besonders wichtig.
  • Produkt, Service und persönliche Weiterempfehlungen sind die wichtigsten Touchpoints in der Customer Journey von B2C-Handelsunternehmen.

Mit gedrucktem Dialogmarketing kann man Bekanntheit und Verkäufe steigern. Große Unternehmen forcieren deshalb Kundenzeitungen und Kataloge. Außerdem ist Print-Dialog die meistgenutzte Werbeform für Up- und CrossSelling.

In der klassischen Werbung ist die Anzeigenschaltung in Printmedien (neben TV, Radio und Außen) mit 1890 Mio. Euro weiter der größte Etat. Ebenfalls bedeutsam sind die 920 Mio. Euro für gedrucktes Dialogmarketing, also für Werbepost, Kataloge, Prospekte und Kundenmagazine. Coronabedingt ist das weniger als im Vorjahr.

Am stärksten betroffen vom Spending-Rückgang: adressierte Werbepostsendungen mit einem Minus von 11 Prozent auf 210 Millionen Euro sowie Beilagen in Zeitschriften/Zeitungen mit einem Rückgang von 10 Prozent auf 100 Millionen Euro. Mit 310 Millionen Euro sind unadressierte Werbepostsendungen erneut etatstärkstes Medium. Diese (15 Prozent) und Kataloge (17 Prozent) sind konstant genutzt geworden, die anderen Werbeformen haben Nutzer verloren. Der Handel nutzt adressierte Werbesendungen mit 46 Prozent am stärksten, im Jahresvergleich blieb die Nutzung stabil. Im Tourismus sank die Nutzung um 16 Prozent auf 28 Prozent. Kataloge wurden von Unternehmen (> 250 Mitarbeiter) deutlich häufiger genutzt (24 Prozent) als im Vorjahr (17 Prozent), auch der Einsatz von Kundenzeitungen wurde ausgebaut: Knapp jedes zweite große Unternehmen hat eine eigene Zeitung speziell für ihr Käufer (Vorjahr: 42 Prozent).

Für welche Werbeziele wurde gedrucktes Dialogmarketing genutzt? 22 Prozent der Unternehmen haben diese Werbeform hauptsächlich zur Neukundengewinnung genutzt, 21 Prozent, um die Bekanntheit aufzubauen. Für das Ziel, Wissen über die eigenen Produkte zu vermitteln (17 Prozent) sowie das Up- und Cross-Selling zu stärken (11 Prozent) wird dieser Kanal am häufigsten verwendet. Bei der Effizienzbewertung liegt gedrucktes Dialogmarketing vor den klassischen Medien: 35 Prozent sehen gedrucktes Dialogmarketing als effizient an. Für einzelne Ziele ist dieser Kanal besonders geeignet: Geht es um Loyalität und Wiederholungskäufe (49 Prozent) und Weiterempfehlungen (45 Prozent), sind gedruckte Dialoginstrumente für die Befragten die effizientesten Werbemittel. Jedes vierte Unternehmen möchte auch künftig mehr auf personalisiertes Dialogmarketing setzen.

2021 werden die Spendings auf dem Niveau von 2020 bleiben: 17 Prozent wollen mehr ausgeben, ebenso viele planen Einsparungen. Persönlich adressierte Werbepost und Kundenzeitungen dürften von wachsenden Spendings profitieren, ein Rückgang wird bei Katalogen sowie Beilagen in Zeitungen erwartet.

Beim Nutzungsvergleich von Online- und Offline-Dialog zeigen sich höhere Lese- und Weitergabe-Raten bei Flugblättern und Prospekten.

Personalisierte Onlinewerbung, persönlich adressierte Onlinewerbung und das gedruckte Direct Mailing werden als ansprechende Werbeformen wahrgenommen. Diese positive Grundhaltung der Konsumenten prägt das Nutzungsverhalten.

Ein Werbemittel sticht dabei deutlich hervor: Persönlich adressierte Werbepost wird von 91 Prozent der Empfänger genutzt. Die Leserschaft besteht bei Weitem nicht nur aus den Adressaten: Mehr als die Hälfte zeigt persönlich adressierte Werbepost regelmäßig anderen Personen. Vor allem im städtischen Bereich ist der Anteil der Menschen, die persönlich adressierte Werbepost weitergeben, besonders hoch. Nur bei Flugblättern ist der Weitergabe-Anteil höher: Diese werden von 65 Prozent regelmäßig anderen Personen gezeigt. eNewsletter (34 Prozent) haben deutlich weniger Multiplikator-Potenzial.

74 Prozent der Empfänger lesen Flugblätter länger als zwei Minuten, 9 Prozent länger als 10 Minuten – kein anderes Dialoginstrument erreicht höhere Werte. Aber auch eNewsletter haben aufgeholt: 50 Prozent lesen diese länger als zwei Minuten. Geht es aber darum, aus Empfängern Käufer zu machen, sind Flugblätter und Prospekte die klare Nummer eins: Kein anderes Werbemittel wirkt auf so viele Konsumenten (45 Prozent) kaufanregend. 88 Prozent der Empfänger nutzen Aktionen in Flugblättern und Prospekten regelmäßig.

Persönlich adressierte Werbepost animiert 29 Prozent der Konsumenten zum Kauf – deutlich mehr als eNewsletter (17 Prozent). Vor allem Onlineshops profitieren von diesem Werbemittel: Bei der Frage, welche Werbeform zum letzten Online-Einkauf animiert hat, nennen 9 Prozent der Konsumenten eNewsletter. Flugblätter folgen mit 8 Prozent. Zum letzten stationären Einkauf haben eMails lediglich 3 Prozent der Konsumenten animiert – Flugblätter und Prospekte animieren mehr Konsumenten zum stationären Einkauf (35 Prozent) als alle anderen Werbeformen zusammen. Persönlich adressierte Werbepost hat quer durch alle Altersgruppen viel Potenzial, im stationären Handel und online Verkäufe zu generieren.

Die Ergebnisse können Sie im Bericht nachlesen, oder sich in einem Video vortragen lassen.

[-> Post.at]

IFH Köln: Akzeptanz von Versand-Verpackungen

Bestellungen über das Internet werden für Konsumenten immer alltäglicher und relevanter. Ein Aspekt, dem dabei ebenfalls stets mehr Beachtung geschenkt wird, ist die Verpackung der Onlinebestellungen. Aber welche Transportverpackungen werden von Konsumenten bevorzugt und wer hat das größte Zukunftspotential? Mehrweg oder Wellpappe?

Dazu wurden rund 1.000 Konsumenten repräsentativ zu ihren Einstellungen und Meinungen sowie Nutzungsgewohnheiten von Transportverpackungen befragt. Dabei lag der Fokus auf Mehrwegverpackungen aus Kunststoff und Recyclingverpackungen aus Wellpappe. Um insbesondere auch der steigenden Relevanz ökologischer Nachhaltigkeit unter Konsumenten Rechnung zu tragen, wurden diese nach ihrem angegebenen Umweltbewusstsein gruppiert und in den Ergebnissen gesondert ausgewiesen.

So zeigen sich in den Einstellungen und Meinungen zu Transportverpackungen je nach persönlicher Relevanz von ökologischer Nachhaltigkeit teils deutliche Unterschiede.

Die Hauptergebnisse der Umfrage des Instituts für Handelsforschung sind:

  1. Mehrweg überzeugt nicht durch Umweltaspekte: Der Mehraufwand, der durch Mehrweg entsteht, ist den meisten Konsumenten bewusst: Konsumenten wollen mit Versandverpackungen im Nachhinein nichts zu tun haben. Auch in puncto Nachhaltigkeit kann Mehrweg die Konsumenten durch sein Material, Transportwege und Reinigung nicht überzeugen. Wenn es allerdings um den Produktschutz geht, kann Mehrweg – vor allem bei den Pragmatikern – punkten. Hier haben diese vor allem stabile Kisten im Kopf als die – teilweise weiter verbreiteten – faltbaren Verpackungen.
  2. Aufklärung über den Wellpappen-Kreislauf kann Image verbessern: Werden die uninformierten Konsumenten über den Verwertungskreislauf von Wellpappe aufgeklärt, nimmt dies einen positiven Einfluss auf das Image von Wellpappe. Die Umweltbewussten haben dies nicht mehr nötig. Diese Zielgruppe hat sich schon intensiver mit der Wiederverwertung von Versandverpackungen auseinandergesetzt und bewertet Wellpappe daher positiver als Mehrweg. Eine Aufklärungskampagne kann somit das Image von Wellpappe nachhaltig verbessern.
  3. Wellpappe wird bevorzugt – Mehrweg eher Nischenprodukt: Wenn sich die Konsumenten aktuell für eine Versandverpackung bei ihrer Onlinebestellung entscheiden müssten, wählen sie in den meisten Fällen Wellpappe. Vor allem das Convenience-Bedürfnis ist hier der wichtigste Treiber, erst nachrangig spielen auch Umweltaspekte eine Rolle.
[Eine Studie im Auftrag des dt. Verbandes der Wellpappen-Industrie]
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