Der Intergraf-Award 2022: Druckindustrie und Nachhaltigkeit

Der Intergraf Young-Talent-Award 2022 wurde ausgeschrieben – nehmen Sie teil.

Intergraf, der Europäische Verband der Druckereien, lädt wieder zum Young Talent Award ein, der Initiative zur Gestaltung der Zukunft der Druckindustrie. Zum Hintergrund erklärt Beatice Klose, die Geschäftsführerin von Intergraf: „Es ist wichtig zu wissen, welche Visionen junge Menschen für die Zukunft der Branche haben und was sie von ihr erwarten. Die Druckindustrie sollte deshalb die Stimme der nächsten Generation hören.“

Das Thema des Wettbewerbs heuer ist Nachhaltigkeit, ein Thema, das Menschen bewegt und ganz oben auf der EU-Agenda steht. Seit 2017 bietet der Young Talent Award von Intergraf jungen Experten aus Druck-Unternehmen eine Plattform, um ihre Ideen mit der Branche zu teilen. Aus den Einreichungen wählt eine hochrangige Jury die herausragende Einreichung, die mit einem Preisgeld von 3.000 Euro belohnt wird. Außerdem werden der Gewinner und andere gute Arbeiten auf der Website präsentiert und Vertretern von Verbänden, Druckereien und Zulieferern vorgestellt.

Rita Estevinha Silva aus Portugal war die Gewinnerin des Awards 2021. In ihrem Beitrag “The Future of printing: a Gen Zero’s view” schilderte sie ihre Idee, wie sich der Druck in Zukunft entwickeln wird und welche Art von Arbeitsumfeld sie in der Druckindustrie erwartet.

Alle jungen Menschen, die in der Druckindustrie tätig sind, sind zur Teilnahme eingeladen. Mit dem Young Talent Award möchte Intergraf eine stärkere Verbindung zwischen der Druckindustrie und ihren zukünftigen Arbeitskräften herstellen und innovative Ideen und kreative Lösungen fördern.

Diese zwei Fragen werden zur Aufgabe 2022 vorgegeben:

  1. Wie sehen Sie Druckprodukte (Grafiken und Verpackungen) in der Kreislaufwirtschaft?
  2. Was ist Ihre Vision von Druck für eine nachhaltige Zukunft?

Kriterien für die Bewerbung sind:

  • Die Teilnehmer müssen Studenten, Auszubildende oder Beschäftigte der Druckbranche sein,
    aus einem der Intergraf-Mitgliedsländer.
  • Das Höchstalter beträgt 25 Jahre
  • Alle Beiträge sollten in englischer Sprache verfasst werden und 2-5 Seiten lang sein.
    Zum Text kann weitere visuelle Unterstützung eingereicht werden
  • Die Bewerber müssen auch einen kurzen Lebenslauf beifügen.
  • Eine Bereitschaft ist wünschenswert, den Beitrag auf einer der Intergraf-Veranstaltungen zu präsentieren.

So einreichen:

  • An Beatrice Klose (Generalsekretärin von Intergraf)
    per E-Mail (bklose@intergraf.eu) oder per Post (Avenue Louise 130a, 1050 Brüssel, Belgien)
  • Bis zum 25. Februar 2022 (Fr)

Nachhaltigkeit: Verbraucher wollen mehr wissen.

Das Interesse am Klimawandel groß, die meisten fühlen sich aber nicht gut informiert. Dabei hat solch ein Wissen auch einen großen Einfluss auf die Nachhaltigkeit bei Kauf-Entscheidungen.

Aktuell neben Corona ist Klimaerwärmung generell das Thema, das in den Medien weltweit hohe Quoten und Leserschaft bringt. Das gestiegene öffentliche Interesse an der Umwelt und an Nachhaltigkeit allgemein spiegelt sich darin wider. Doch was bedeutet das für ein Unternehmen, seine Produkte und den Erfolg seiner geschäftlichen Entscheidungen?

Erst vor eine paar Woche ist die die CoP26-Sitzung, die 26. Klimakonferenz der Vereinten Nationen, in Schottland abgehgalten worden. Staatsoberhäupter, Politiker, CEOs, Wissenschaftler, Nichtregierungsorganisationen und Aktivisten hatten sich auf das Umwelt-technisch wichtigste Ereignis seit der Unterzeichnung des Pariser Abkommens im Jahr 2015 vorbereitet.

Das spiegelt auch die Ergebnisse in der aktuellen Berichterstattung über die Klimakrise in den Medien wider. Laut der Beobachtungsstelle für Medien und Klimawandel, die monatlich aktualisierte Informationen über die weltweite Medienaufmerksamkeit für den Klimawandel veröffentlicht, war der August 2021 der Monat mit der intensivsten Berichterstattung über die Umweltkrise seit mehr als einem Jahrzehnt.

Angesichts der Tatsache, dass der da vorangegangene Monat offiziell zum wärmsten, aufgezeichneten Juli jemals auf der Erde erklärt wurde und er damit den bisherigen Rekord von 2016 gebrochen hat, ist die verstärkte Berichterstattung ein positives Zeichen dafür, dass die Klimakrise endlich in den Redaktionen der Medien ankommt. Ein weiteres positives Zeichen ist, dass die Verbraucher nun aktiv nach Informationen und Nachrichten über die Umwelt suchen, um ihr Wissen zu erweitern – und sie wollen mehr.

Breite Zustimmung für Klimaschutz

Mittlerweile fordert eine überwältigende Mehrheit von 88 % der Menschen in Österreich einen klaren Plan und verbindliche Maßnahmen von der Politik, wie die CO2-Emissionen jährlich gesenkt werden sollen. Das zeigt eine repräsentative Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Marketagent. „Die Botschaft aus der Bevölkerung ist eindeutig und darf nicht länger ignoriert werden!“, kommentiert Katharina Rogenhofer vom Klimavolksbegehrens die aktuelle Umfrage.

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Laut einer Umfrage der Yale-Universität wünschen sich rund drei Viertel der Leser (74 %), dass dem Klima in den Medien mehr Aufmerksamkeit geschenkt wird. Und da der Erfolg aller Medien, ob Zeitungen, Zeitschriften, Fernsehen oder Online, davon abhängt, dass die Menschen diese Medien konsumieren, sind die Unternehmen auch gerne bereit, dem nachzukommen.

Im Vorfeld der CoP26 hatten die meisten Nachrichten- und Zeitschriftenverlage auf der ganzen Welt der Klimakrise viel Platz gewidmet, auch mit Spezial-Ausgaben und eigenen Veranstaltungen. Die Oktoberausgabe des Printmagazins von Bloomberg Green hat einen Sonderteil über die Veranstaltung enthalten, The Economist brachte einen Sonderbericht darüber, was nötig ist, um das Klima zu stabilisieren, und Marie Claire hatte zuvor einen Leitfaden veröffentlicht, der Empfehlungen enthält, wie sich Leser engagieren können.

Natürlich sind die Leser für die meisten Verlage nur ein Teil ihrer Einnahmequelle, denn mehr entfällt auf die Werbeeinnahmen. Doch während viele namhafte Anzeigenkunden ihre Marke sehr gerne mit Umweltberichterstattung in Verbindung bringen, gibt es auch einige, die potenzielle Probleme sehen und sich dadurch etwas entgehen lassen.

Auch in Österreich ist das Interesse am Klimawandel groß, obwohl (oder weil) sich die Hälfte der Befragten „nicht gut informiert“ fühlt. Das ist ein Ergebnis einer kürzlich von Gallup und Medienhaus veröffentlichten Studie, die “viel Aufholbedarf” bei Klimaberichterstattung in österreichischen Medien findet. Bei der Präsentation hielten Andrea Fronaschütz (Gallup) und Andy Kaltenbrunner (Medienhaus) unter anderem fest: Es gibt ein hohes Interesse an Klima-Infos. 23 % der Befragten äußern “sehr großes Interesse” an Nachrichten über Klimawandel und Umweltschutz. Eher großes Interesse bekunden 47 %. Gerade junge Leute möchten dringend mehr hören und wissen. 37 % der Befragten finden, Österreichs Medien berichten zu wenig über Klimawandel – bei den Menschen zwischen 16 und 30 Jahren sehen ganze 55 Prozent hier einen Mangel. Klassische und neue Medien seien damit beide gefordert, sagt Andy Kaltenbrunner. „Die Studie zeigt noch viel Aufholbedarf im Umfang der Berichterstattung.“

Schon im Vorjahr hatte eine Umfrage von MarketAgent ähnliche Ergebnisse gebracht. Etwas mehr als drei Viertel (76 %) der Befragten waren sich sicher, dass der Klimawandel unser Leben in Österreich nachhaltig beeinflussen wird. Solche Einflüsse zeigen sich dann auch im Einkaufsverhalten, wenn Konsumenten sich um die Nachhaltigkeit Gedanken machen, beim Essen, beim Wohnen, beim Reisen, beim Einkleiden und beim Informieren. Wie ist der Fußabdruck meiner Kauf-Entscheidungen? Woher kommen die Rohstoffe dafür, und wohin gehen sie nach dem Gebrauch?

Das Interesse der Konsumenten, mehr über die Nachhaltigkeit der Produkte, die sie kaufen, zu erfahren, ist groß. Das macht es Papier & Printmedien einfacher, ihren Argumenten von nachwachsenden Rohstoffen, hohen Bioquoten, funktionierendem Recycling und auch Bioabbaubarkeit Gehör zu verschaffen.

Jüngste Untersuchungen haben gezeigt, dass die Verbraucher die Umweltfreundlichkeit der Unternehmen, von denen sie kaufen, sehr ernst nehmen. Eine Studie des CapGemini-Instituts ergab, dass eine deutliche Mehrheit der Verbraucher (79 %) ihre Kaufpräferenzen auf der Grundlage der Nachhaltigkeit ändert. Diese Verhaltensänderung wirkt sich direkt auf den Unternehmenserfolg aus. 77 % der Unternehmen gaben an, dass ihr Nachhaltigkeitskonzept die Kundentreue erhöht, und 63 % konnten einen Umsatzanstieg verzeichnen.

Dies gilt auch für die Verpackungswahl eines Einzelhandelsunternehmens. Eine Umfrage von Two Sides aus dem Jahr 2020 ergab, dass fast die Hälfte der Verbraucher (48 %) Einzelhändler meidet, die nicht aktiv versuchen, die Verwendung von nicht recycelbaren Verpackungen zu reduzieren. Eine Studie von ProCarton ergab, dass 75 % der europäischen Verbraucher angeben, dass die Umweltauswirkungen der Verpackung eines Produkts ihren Entscheidungsprozess beeinflussen, wobei 77 % angaben, dass sie mehr für ein Produkt zahlen würden, wenn es in einer nachhaltigeren Verpackung geliefert würde.

Unabhängig davon, in welcher Branche Sie tätig sind, liegt es auf der Hand, dass ein Unternehmen davon profitiert, wenn Sie die richtigen Entscheidungen in Bezug auf die Umwelt treffen. In den kommenden Monaten und Jahren wird das Klima weiterhin ein Thema sein, über das die Menschen mehr wissen wollen, und sie werden Ihre Produkte und Prozesse genau unter die Lupe nehmen, um zu sehen, wie umweltfreundlich Sie sind.

von Patrick Mader und Sam Upton

Erfolgreiche Buchwoche 2021

Die Buch Wien ist das wichtigste Ereignis der österreichischen Buchbranche und mit vielen hunderten ausstellenden Verlagen ein Ort der Inspiration und des Austausches. Neben tausenden Neuerscheinungen erwarteten die 41.000 Besucher hunderte spannende Veranstaltungen, Bühnengespräche, Podiumsdiskussionen, Lesungen und Vorträge von deutschsprachigen und internationalen Autoren zu den großen Themen der Gegenwart.

Die Vorfreude auf die diesjährige Buch Wien war groß – nach langer Wartezeit war das größte Event der österreichischen Buchszene wieder zurück auf dem Wiener Messegelände und in der ganzen Stadt. Mitte November präsentierten sich über 300 Aussteller aus 30 Ländern. Dank größtmöglicher Sicherheitsvorkehrungen – 2G-Regel, Contact Tracing, durchdachtes Leitsystem – wurden das Messegelände sowie die städtischen Locations zu einem sicheren Ort für insgesamt 41.000 Besucher. Die Gäste konnten endlich wieder die unvergleichliche Atmosphäre der Buchmesse und die Branche den unmittelbaren Kontakt zu Kollegen und Lesern genießen.

Große Resonanz für neue Formate
Gemeinsam mit über 500 Autoren und Experten wurde in diesem Jahr eine in vieler Hinsicht außergewöhnliche Buchmesse umgesetzt. Als Gastland präsentierte Russland seine Literatur und Kultur in ihrer ganzen Vielstimmigkeit und weckte die Vorfreude auf die Gastländer der kommenden Jahre. Das Vor-Ort-Angebot der Buch Wien wurde mit digitalen Angeboten wie zahlreichen Livestreams und zugeschalteten Sprecher aus aller Welt verschränkt. Im eigenen Onlinearchiv der Buch Wien werden viele Veranstaltungen zum Nachschauen zur Verfügung stehen. Auf große Resonanz stieß auch ein neues Format: Bei der Buch Wien Debatte folgte das Publikum den zahlreichen Diskussionen und Vorträgen. Nahezu ausgebucht waren die Abendveranstaltungen, die traditionsgemäß in der ganzen Stadt stattfanden.

Die drei Staatspreise des Jahrgangs 2020
Am Vorabend überreichten Jürgen Meindl (BMKÖS ) und Benedikt Föger (HVB) die Ehrenurkunden an die Gewinner des Wettbewerbs Die schönsten Bücher Österreichs der Jahrgänge 2019 und 2020. Im Rahmen der Veranstaltung wurden zuerst die drei Titel geehrt, die durch das Bundesministerium für Kunst, Kultur, öffentlichen Dienst und Sport (BMKÖS) mit dem Staatspreis ausgezeichnet und mit je 3.000 Euro prämiert wurden. Die Preise wurden schon im Juni 2021 zuerkannt, pandemiebedingt konnte die Übergabe aber erst jetzt erfolgen. Sie gingen an:

  • (Kategorie: Allgemeine Literatur, Belletristik und Gedichtbände)
    alles oder nichts wortet – Festschrift für Ferdinand Schmatz (Verlag De Gruyter)
  • (Kategorie: Kinder- und Jugendbücher, Graphic Novels)
    Lina, die Entdeckerin (Achse Verlag)
  • (Kategorie: Sonderproduktionen und Bücher, die nicht in den Handel gelangen)
    A Non-Reader for people who like to look at letters (The Designers Foundry)

Die nächste Buch Wien wird zwischen 23. und 27. November 2022 stattfinden.

Der Paper Bag Day

Der Europäische Tag der Papiertasche findet jedes Jahr am 18. Oktober statt.

Er wurde 2018 von der Plattform “The Paper Bag” ins Leben gerufen. Dieser jährliche Aktionstag soll das Bewusstsein der Verbraucher für Papiertragetaschen als nachhaltige und effiziente Verpackung schärfen, die zum Kampf gegen den Klimawandel und die Umweltverschmutzung beiträgt.

Zum PaperBagDay hat EuroKraft ein kleines Video gemacht:

In einer Welt, in der sich die Anforderungen aufgrund von Globalisierung, Klimawandel und Rohstoffverknappung verändern, entscheiden sich Verbraucher zunehmend für einen nachhaltigen Lebensstil. Die Verwendung von Papiertüten ist Ausdruck dieses modernen, verantwortungsbewussten Lebensstils – sie hilft, den Klimawandel zu bekämpfen und den Plastikmüll in der Umwelt zu reduzieren. Verantwortung für die Umwelt zu übernehmen kann so einfach sein – und es ist ein wichtiger Eckpfeiler, um unseren Planeten für künftige Generationen zu bewahren.

Zahlreiche Studien belegen, dass Papier ein nachhaltiges Verpackungsmaterial ist, besonders weil:

  1. der Rohstoff ist nachwachsend,
  2. das Material ist einfach zu recyceln
  3. und notfalls kann das Produkt auch schnell verrotten

Umfragen zeigen auch, dass Papiertaschen genau deswegen bei Verbrauchern nachgefragt werden. Lesen Sie dazu auch eine Toluna-Umfrage von 2020, oder den TrendTracker von 2021.

Mit dem Europäischen Tag der Papiertasche möchte “The Paper Bag” mehr Menschen dazu ermutigen, verantwortungsvoll zu handeln und Einkaufssackerl aus Papier (genau gesagt aus Kraftpapier) zu verwenden, wiederzuverwenden und zu recyceln. Mit seinen Aktivitäten möchte der Verband einen Dialog mit den Verbrauchern eröffnen und ihnen Neues und Interessantes über Papierverpackungen vermitteln. Indem sie ihre persönliche Verpackungswahl mit einer guten Entscheidung für die Umwelt verbinden, setzen sich die Verbraucher für ein besseres Klima ein und reduzieren den Plastikmüll in der Natur.

Wie man sich beteiligt

Alle Kommunikationsaktivitäten rund um den Aktionstag werden auf den Social-Media-Kanälen von “The Paper Bag” unter dem Hashtag #EuropeanPaperBagDay kommuniziert:
auf der Facebook-Fanpage “Performance powered by nature”
und den LinkedIn-Profilen von EuroSac und CEPI Eurokraft.

Zum PaperBagDay hat auch Mondi ein kleines Video gemacht:

Innovative Verpackungen für behinderte Menschen

Nachdem die Athleten der Paralympics ihren weltweit beachteten Auftritt in Tokio hatten, werfen wir einen Blick auf neue Verpackungsinnovationen, die für Behinderte entwickelt wurden.

Jeder, der sich schon einmal mit einer Verpackung herumgeschlagen hat, die anscheinend so konzipiert wurde, dass sie möglichst schwer zu öffnen ist, sollte bedenken, dass die Aufgabe für Behinderte noch viel schwieriger ist. Von der einfachsten Pappschachtel bis hin zu einem komplexen, verklebten Steck-System sind Verpackungen oft auf das Produkt und nicht auf die Person zugeschnitten, was das Leben für Menschen mit einer Behinderung sehr viel schwieriger machen kann. Produktentwickler erkennen jedoch allmählich, dass Verpackungen für alle Menschen konzipiert werden sollten, unabhängig von ihrer Behinderung, und dass eine gute Verpackung auch als Mittel zur Integration, Personalisierung und sozialen Bindung dienen kann. “Bei barrierefreien Verpackungen möchte man dem Kunden Optionen bieten und so viele Wege wie möglich anbieten”, sagt Kevin Marshall, Creative Director of Design bei Microsoft. “Die Nutzer sollten mit dem Produkt nach ihren eigenen Vorstellungen interagieren.”

Boxen für Blinde

Sich in einem Supermarkt zurechtzufinden und die richtigen Produkte zu finden, kann für Menschen mit Sehbehinderung eine große Herausforderung sein. Deshalb hat Kellogg’s seine Müslischachteln mit einem scannbaren Code versehen, um sie besser zugänglich zu machen. Der Navilens-Code ermöglicht es Menschen mit einem Smartphone, ihre Umgebung zu scannen und dabei relevante Informationen zu finden, wobei die Codes aus einer Entfernung von bis zu drei Metern gelesen werden können. So kann ein Blinder in einem Supermarkt einen Gang auf und ab gehen und den Artikel schnell finden. Außerdem erhält der Link gesprochene Informationen über Inhaltsstoffe und Allergiewarnungen.

Leicht zu öffnende Verpackungen

Verpackungen können für Menschen mit Behinderungen eine echte Herausforderung darstellen, da viele nicht in der Lage sind, die zunehmend stabileren Schachteln zu öffnen, die für die Lieferung und den Schutz erforderlich sind. Glücklicherweise haben einige Unternehmen begonnen, dieses Problem anzugehen. Mit dabei ist Microsoft, das vor kurzem die Verpackung für seinen Xbox Adaptive Controller so gestaltet hat, dass sie intuitiv und leicht zu öffnen ist und gleichzeitig ein angenehmes Auspackerlebnis bietet. Die Verpackung kommt ohne Plastik und Kabelbinder aus und verfügt über eine Reihe von Mechanismen, wie z.B. Schlaufen, an denen man mit einer Hand ziehen kann, so dass sich die Verpackung öffnet, Scharniere und ein herausziehbares Controllerfach.

Inklusives Deodorant

Anfang des Jahres brachte Degree Deodorant mit Inclusive ein neues Produkt auf den Markt, dessen Verpackung speziell für Menschen mit Behinderungen der oberen Gliedmaßen entwickelt wurde. Für Menschen mit eingeschränkter Hand- und Armbewegung ist es im besten Fall schwierig, vielleicht sogar unmöglich, die Verschlüsse von Tuben und Flaschen abzunehmen. Jetzt ist die Verpackung mit einem Haken ausgestattet, der das Abziehen des Deodorants erleichtert. Außerdem verfügt sie über einen Magnetverschluss, verbesserte Griffe und einen großen Applikator, mit dem das Deodorant in einem Zug aufgetragen werden kann.

Autismus-freundliche Leckereien

Für autistische Kinder kann der Schulbesuch eine besondere Herausforderung darstellen, da sie mit neuen Orten, neuen Situationen, neuen Abläufen und neuen Menschen konfrontiert werden. Doch die Verpackung kann für Autisten, die positiv auf taktile Reize reagieren, ein Gefühl der Geborgenheit vermitteln. Die für die RiceKrispies-Riegel von Kellogg’s entwickelten Love Notes sind herzförmige Aufkleber aus strukturiertem Material wie Fleece, Satin, Velours und Kunstfell, die von Eltern und Betreuern auf die Snacks geklebt werden können, um die Bindung zu ihrem Kind während des Tages zu stärken. In die Mitte der Sticker können auch Notizen geschrieben werden, um noch mehr Sicherheit zu vermitteln.

[von Sam Upton]

Adgar: SPAR ist Printwerber des Jahres

Der Verband Österreichischer Zeitungen lud zur 36. ADGAR-Gala, bei der die besten Print- und Online-Kampagnen ausgezeichnet wurden, in das Wiener Konzerthaus ein. Zu den ausgezeichneten Agenturen mit den besten Sujets des Landes zählen in diesem Jahr DMB, DDB Wien, GGK Mullenlowe, Fuel Austria und JvM Donau. Der Sonderpreis ging an Cheil Austria. Als Printwerber des Jahres zeichnete die Jury SPAR Österreich aus.

VÖZ-Präsident Markus Mair gratulierte den Preisträgern und freute sich, die über 400 Gäste wieder persönlich begrüßen zu können. „Auch wenn aktuell die vierte Welle hochgeht und die Pandemie uns noch länger begleiten wird, so erleben wir zurzeit eine gewisse Erholung am Werbemarkt. Ausgehend vom allgemeinen Wirtschaftswachstum ist auch hier die Stimmung optimistisch. Global geht man von einem Wachstum von 14% im Vergleich zum Vorjahr aus. Dies gibt Anlass zur Hoffnung, dass wir das sprichwörtliche Ende des Tunnels hinter uns gelassen haben“, so Mair.

Ein Unternehmen, das während der Pandemie als Teil der Zivilgesellschaft Verantwortung übernommen hat, ist der diesjährige Printwerber des Jahres, SPAR Österreich. Darauf ging auch Helmut Hanusch, Juryvorsitzender und Vorsitzender des VÖZ-Boards Werbemarkt, ausführlich in der Laudatio ein: „Spar ist mit rund 50.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern nicht nur die größte Arbeitgeberin des Landes, sondern mit 140 Millionen Euro Werbeausgaben auch einer der Top-Werber in Österreich. Einen besonderen Stellenwert im Media-Mix genießt seit vielen Jahren Werbung in Zeitungen und Magazinen – egal ob gedruckt oder digital. Dieses nachhaltige Bekenntnis zu unserer Mediengattung bedeutet nach 2009, 2014 nunmehr das dritte Mal die Auszeichnung als „Printwerber des Jahres.“ Gemeinsam mit VÖZ-Geschäftsführer Gerald Grünberger überreichte Hanusch die begehrte Trophäe an Dr. Gerhard Fritsch, Leitung Konzern-Marketing SPAR.

„Werbung ist teuer, keine Werbung ist noch teurer.“
Paolo Bulgari

Dieses Zitat des Schmuckunternehmers und Milliardärs besticht nicht nur durch die Reduktion der Aussage, sondern scheint auch immerwährende Gültigkeit zu haben. Dies lässt sich aktuell anhand der Corona-Pandemie mit mehreren Lockdowns oder auch anhand der zunehmenden Verlagerung der Werbebuchungen auf große Online-Plattformen nachvollziehen. Nicht ganz zufällig setzen diese Plattformen, wie zum Beispiel Google, Facebook oder Amazon, bei ihrer Imagewerbung auf klassische Medien. Nicht um Print zu „fördern“, wie dies in letzter Zeit immer wieder in Zusammenhang mit Werbeschaltungen der öffentlichen Hand unter- stellt wird, sondern um eine breite Nutzer- und Leserschaft in einem attraktiven Werbeumfeld zu erreichen.

Der Sonderpreis Kreativer Einsatz von Printwerbung ging an Cheil Austria und Starcomfür das Sujet „Galaxy Z Fold2 5G“ von Samsung Austria. Nadja Vaskovich (VÖZ All Media Service) sowie Lorenz Cuturi (Wimmer Holding) kürten die Sieger.

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Zum ADgar-Magazin

The Page: Nummer 17 ist jetzt erhältlich

Willkommen zur nächsten Ausgabe von The Page, dem von Two Sides herausgegebenen Magazin über die Nachhaltigkeit Papier & Printmedien.

Die neue Ausgabe zeigt sich in einem brandneuen Design mit interessanten Berichten und frischen Meiningen. Sie berichtet unter anderem über die Nachhaltigkeitsmaßnahmen, die für die Olympischen Spiele 2021 ergriffen wurden, warum die Bekleidungsmarke Cotton Traders das LovePaper-Logo verwendet, um die umweltfreundlichen Eigenschaften des Printmarketings zu fördern, und mit Details über das kommende PowerOfPrint-Seminar im November.

Außerdem lesen Sie, dass Greenwashing immer mehr zunimmt und Unternehmen weiter irreführende Umweltaussagen verwenden, um Verbraucher zum Umstieg auf digitale Medien zu überreden. Wenn dies nicht unterbunden wird, werden Papier & Printmedien Millionen verlieren.

Neben dem neuen Design und dem neuen Inhalt haben wir auch weiterhin unsere regelmäßigen Rubriken, wie zum Beispiel Fresh Thinking, eine Sammlung interessanter Fallstudien aus dem Druckbereich, zu denen auch eine feuerfeste Zeitung gehört, die das Bewusstsein für Waldbrände schärfen soll.

 

Wo auch immer Sie sind, was auch immer Sie tun, nehmen Sie sich etwas Zeit und Ruhe, um das Neueste über Two Sides und das Medium zu lesen, für das es sich stark macht. Bitte leiten Sie diese Ausgabe an Freunde, Kollegen und alle anderen weiter, die sich für den Wert von Papier & Printmedien für eine nachhaltige Welt interessieren.

Hier geht’s zum neuen Magazin (Nr.17)    – auf Englisch

Hier finden Sie alle 16 vorherigen Ausgaben von ThePage:

Cannes Lions 2021: warum wir Print lieben

Das renommierte Festival fand Ende Juni statt und zeichnete Bestleistungen im Bereich Werbung aus – unter anderem in der Kategorie Print & Publishing.

Dazu hat die europäische Print Power-Kampagne ein wunderschönes eBooklet mit dem Titel For the Love of Print herausgebracht. Die Broschüre stellt die besten Printwerbung-Gewinner der heurigen Festival-Jury vor. Von den mit dem Grand Prix ausgezeichneten Courage is beautiful-Porträts von Dove, die die verheerenden Auswirkungen von PSA-Ausrüstung auf die Gesichter von Gesundheitspersonal zeigen, bis hin zu den Symphonien der Berliner Philharmoniker, die durch die kymatisch visualisierten “Sound Images”-Sandmuster zum Leben erweckt wurden, hat Print Power die beeindruckenden Print-Visuals und die inspirierenden Geschichten, die jeder Kampagne zugrunde liegen, zusammengestellt. Dabei ist Ulbe Jeluma stolz auf die Kooperation mit Sonoo Singh. Sonoo ist ehemalige Mitherausgeberin von The Drum und eine der Gründerinnen von Creative Salon – einer Plattform und Community, die sich für herausragende kommerzielle Kreativität und neue Talente einsetzt.

Laden Sie hier Ihre Ausgabe herunter, mit Links zu den Projekt-Videos:

Die versteckten Kosten der digitalen Welt

Online-Kommunikation mag schnell und bequem sein – doch sie ist Teil einer globalen Infrastruktur, die enorme Mengen an Energie und Ressourcen verbraucht.

Es ist ein weit verbreiteter Irrglaube, dass digitale Medien umweltfreundlich sind: vom kleinsten Mikroprozessor in einem Smartphone bis hin zu den riesigen Serverfarmen, auf denen Daten gespeichert werden, entstehen in jeder Phase der digitalen Kommunikation enorme Umweltauswirkungen.

Während Online bei Controllern wegen der niedrigen Kosten und bei Kunden wegen der Bequemlichkeit attraktiv sein mag, ist der unsichtbare Lebenszyklus der digitalen Infrastruktur nicht zu unterschätzen. Dieser gibt insgesamt fast drei Mal so viel Treibhausgase in die Atmosphäre ab, wie die Papierindustrie.

Schätzungsweise ist die weltweite Informations- und Kommunikationstechnologie (IKT) für 2,5 bis 3 Prozent der globalen Treibhausgasemissionen verantwortlich¹. Die Papier- und Druckbranche dagegen nur für ca. 1 Prozent². Die IKT-Technologie erzeugt mit Surfen und verschickten E-Mails fast 300 Millionen Tonnen CO2, was den Emissionen von über 60 Millionen Autos entspricht³. Der digitale Sektor wächst schnell und im gleichen Tempo nimmt auch der Energieverbrauch zu, schätzungsweise um 9 Prozent⁴ jährlich. So in die Zukunft gerechnet, wird der IKT-Anteil an den weltweiten Treibhausgasemissionen bis 2025 bei 8 Prozent liegen – das entspricht dem aktuellen Anteil der gesamten, weltweiten Auto-Flotte⁴⁺⁵.

Papier ist ein Bioenergie-Champion

Das sind Fakten, die nachdenklich machen, aber von Unternehmen nicht erwähnt werden, die (mit Greenwashing) Kunden kontaktieren, die von gedruckter auf online-Kommunikation umsteigen sollen. Doch gerade deshalb ist es wichtig, dass sich Unternehmen und ihre Kunden sich der ökologischen Fakten bewusst sind, wenn sie sich für einen bestimmten Kommunikationsweg entscheiden.

Die Kette Papier & Printmedien gehört zu den Sektoren, die insgesamt am wenigsten zu den globalen Treibhausgasemissionen beitragen. Dabei ist die Branche bemüht, noch nachhaltiger zu werden. Nur in 2018 und in Europa investierte sie über 5 Milliarden Euro in eine kohlenstoffarme Bioökonomie. Das ist mehr als doppelt so viel wie der Durchschnitt aller der herstellenden Industrie⁶.

Darüber hinaus bilden die Zellstoff- und Papierfabriken die größte Bioenergie-Industrie: über 60 Prozent ihres gesamten Brennstoffverbrauchs zur Energieerzeugung basiert auf nachwachsender und CO2-neutraler Biomasse⁷.

Auch der Wasserverbrauch ist – anders als von vielen Menschen angenommen – sehr gering. Fast 95 Prozent des in der europäischen Papierindustrie verwendeten Wassers wird in gutem, mehrfach geklärtem Zustand in die Gewässer zurückgeführt⁸. Der Rest verdunstet. Und die Rohstoffe? Papier wird nicht aus seltenen Erden gemacht, sondern aus einem nachwachsenden Rohstoff. In Europa wuchs der Wald zwischen 2005 und 2015 um eine Fläche größer als die Schweiz.

Wenn Ihnen also das nächste Mal gesagt wird, dass die Verwendung von Papier negative Auswirkungen auf die Umwelt hat, werfen Sie einen genauen Blick auf Ihr Smartphone. Es hat einen größeren Umwelt-Fußabdruck, als Sie denken.

 

Quellen

1 Belkhir & Elmeligi, Journal of Cleaner Production, 2018.
2 ASN und Ecofys, 2015.
3 US Environmental Protection Agency, 2018.
4 The Shift Project. 2019.
5 Andrae und Edler. 2015.
6 Eurostat, 2019.
7 FAO, 2015.
8 CEPI, 2019.

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Werbung in Printmedien bringt mehr

Durch CrossOver verstärken MultiKanal-Nachrichtenanbieter die Effektivität von Werbung – manchmal sogar um das Doppelte.

Es gibt zahlreiche Belege dafür, dass Print, wenn es im Medienmix eingesetzt wird, den Erfolg anderer Kanäle effektiv steigert. Die Daten zeigen, dass der RoI umso größer ist, je mehr Touchpoints in einer Werbekampagne genutzt werden. Tatsächlich zeigt die gerade veröffentlichte IPA Databank Studie 2021, dass plattformübergreifende Nachrichtenanbieter das Geschäft der anderen Medien unterstützen. Und der Einfluss von Print kann beträchtlich sein. Zum Beispiel machen Print-NachrichtenTV um 61 Prozent effektiver, während sie Social Media fast doppelt so effektiv machen.

Für Denise Turner, Insight Director bei Newsworks, bestätigt dies die Macht von Print. „Ein wichtiger Punkt aus dem IPA-Bericht war die Tatsache, dass es einen Multiplikatoreffekt gibt, wenn sowohl Print- als auch digitale Nachrichtenmarken als Teil einer Kampagne eingesetzt werden. Das vertrauenswürdige Umfeld, das bekannte Printmedien für die darin werbenden Marken bieten, wird in den gleichen Effekt übersetzt, wenn Werbetreibende und Marken das digitale Nachrichtenmarkenumfeld nutzen. Und man sieht in der Studie, dass sowohl Print- als auch digitale Nachrichtenmarken die Effektivität steigern, wenn sie in Verbindung mit anderen Kanälen genutzt werden.“

Wenn die Nutzung mehrerer Nachrichtenanbieter mehr bringt als die Summe der beiden Teile, warum gibt es dann so wenige Studien, die Print in den Mix mit einbeziehen? Um eine Werbekampagne effektiv zu planen, muss man zunächst Einblicke in das tägliche Leben eines Verbrauchers gewinnen, die den Planern helfen, das Verhalten rund um den Medienkonsum zu verstehen, sei es in Print, im Radio, auf dem Smartphone oder im Fernsehen. Und nur eine umfassende, flächendeckende Messung nach der Kampagne kann Werbetreibenden einen optimalen Einblick für die Planung zukünftiger Kampagnenausgaben und die Optimierung des RoI geben.   …

[ein Beitrag von PrintPower.eu]

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