Die Kunst des Quillens – im Gespräch mit Sena Runa

Haben Sie schon einmal von Quilling gehört? Dieses Kunsthandwerk auf Papierbasis besteht aus sorgfältig gerollten und geformten Papierstreifen, die auf einer flachen Unterlage zusammengesetzt und an Ort und Stelle geklebt werden, um Muster oder Objekte darzustellen. Dieses Handwerk gibt es seit Hunderten von Jahren, es lässt sich bis ins 15. Jahrhundert zurückverfolgen. Wahrscheinlich haben französischen und italienischen Nonnen diese Technik entwickelt, um religiöse Gegenstände zu verzieren und so in Zeiten der Not Geld zu sparen.

“Papier gibt es in vielen Variationen, zum Beispiel in verschiedenen Farben, Arten, Stärken und Gewichten.“

Doch anscheinend ist das Hobby nicht veraltet, auch heute noch nutzen Künstler diese Technik, um komplizierte, aber wunderschöne Kunstwerke zu schaffen. Künstlerinnen wie Sena Runa. Wir haben ihr acht Fragen über ihre Arbeit, ihre Liebe, Papier und speziell Quilling als Kunstform gestellt. – Lesen Sie, was sie sagte:

Was hat Sie zum Quilling gebracht?
Es ist eine Kunstform, bei der man eine Idee mal anders darstellen kann. Außerdem gefällt mir die Tatsache, Kunstwerke aus Papier zu schaffen.

Wie lange machen Sie schon so schöne Arbeiten?
Ich bin 2012 zum ersten Mal mit dem Quilling in Berührung gekommen und habe mit kleinen Schritten angefangen, weil es damals noch nicht so populär war. Das war damals ein Vorteil, denn ich bekam die Chance, Kunstwerke in einer Form zu schaffen, die es vorher noch nicht gab.

Können Sie uns etwas über Ihren Prozess erzählen?
Ich zeichne zuerst eine Skizze, aber nur die Umrisse, nicht den Quilling-Teil. Dann entscheide ich, welche Farben ich verwenden möchte. Nachdem ich das Farbschema festgelegt habe, schneide ich meine eigenen Papierstreifen zu. Dann beginnt der Quilling-Prozess mit dem Papieraufdrehen … und danach passiert alles ganz spontan!

Was ist das Beste an der Arbeit mit Papier?
Papier ist ein Medium, das viele Beschränkungen, aber auch viele Möglichkeiten bietet, zum Beispiel hat es verschiedene Farben, Arten, Stärken und Gewichte. Wenn es Einschränkungen gibt, ist man gezwungen, seine Fantasie einzusetzen, um die Idee zu interpretieren. Ich liebe diese Herausforderung!

Was war Ihr Lieblingsstück, das Sie bisher gemacht haben, und warum?
Wenn ich etwas Neues mache, ist das mein Lieblingsstück.
Kürzlich habe ich van Goghs Die Sternennacht mit Paperquilling nachgebildet, und das Ergebnis hat mir sehr gut gefallen!

Kommst du aus einem kreativen Umfeld?
Nein, ich habe Wirtschaft studiert. Nach der Schule habe ich sieben Jahre lang im Personalwesen gearbeitet. Aber ich interessiere mich für Kunst, so lange ich denken kann!

War es schwierig, Quilling zu lernen?
Diese Frage ist für mich sehr schwer zu beantworten, denn ich habe das Quilling nicht von jemandem oder irgendwo gelernt. Ich habe es entdeckt und es mit der Zeit entwickelt.

Was raten Sie Neulingen in der Welt des Quillings?
Geduld und Übung! Das Ergebnis wird mit der Zeit besser werden. Außerdem verstehe ich, dass es viel einfacher ist, eine Vorlage für den Anfang zu kopieren, aber es macht viel mehr Spaß, etwas Eigenes zu machen. Scheuen Sie sich also nicht, etwas Neues auszuprobieren und Ihrer Fantasie freien Lauf zu lassen.

Das Interview mit der türkischen Künstlerin, die jetzt in Lissabon wohnt, führte Laura Clarke für Two Sides.
Für mehr über Sena und ihre Arbeit, besuchen Sie www.senaruna.com.
Sie können ihr auch auf Instagram und anderen Social-Media-Plattformen folgen @senaruna

Papier ist nicht nur eine natürliche Quelle für Kreativität und Experimentierfreude, sondern auch eine nachhaltige Art, Kunst zu machen. Wenn das Papier-Schaffen nicht wie gewünscht läuft – kein Problem – gib es ins Altpapier und versuche es noch einmal. Immerhin werden 74 % des Papiers in Europa für neue Papierprodukte wiederverwertet. Das ist eine der höchsten Recyclingquoten der Welt!

Nachhaltige Forstwirtschaft und Zertifizierungssysteme

Bäume sind ein wichtiger Bestandteil der Umwelt. Gut bewirtschaftete, nachhaltige Wälder bieten der Gesellschaft vielfältige Vorteile, wie z.B. Lebensgrundlagen, Ökosystemleistungen und biologische Vielfalt. Gleichzeitig helfen sie, den Klimawandel zu bekämpfen.

Eine nachhaltige Bewirtschaftung ist die Grundlage dafür, die langfristige Gesundheit der europäischen Wälder zu gewährleisten und dafür, dass die Papierbranche auch weiter ihren wichtigsten Rohstoff beziehen kann. Das stellen die nationalen Forstgesetze in Europa sicher, auch die europäische Holzhandels-Richtlinie (EUTR). Zusätzlich gibt es aber auch eine Reihe von nicht-staatlichen Systemen, die eine nachhaltige Bewirtschaftung der Wälder überprüfen. Die beiden bekanntesten sind das Programme for the Endorsement of Forest Certification (PEFC) und der Forest Stewardship Council (FSC). Beide Systeme verfolgen ähnliche Ziele: die Zertifizierung von Wäldern nach glaubwürdigen, von unabhängiger Seite überprüften Standards für eine verantwortungsvolle Bewirtschaftung, die Erhaltung der natürlichen Lebensräume von Pflanzen und Tieren sowie die Achtung der Rechte von diversen Stakeholdern. Beide arbeiten mit erprobten Vorgehensweisen, um die Produktkette zu zertifizieren, die Holz und Holzfasern auf allen Stufen der Lieferkette vom Wald bis zum Endverbraucher verfolgt.

Fast 105 Millionen Hektar sind zertifiziert, 52 % der Waldfläche in Europa.
Forest Europe, 2021

Achten Sie auf das Logo

Wenn Sie ein Produkt mit dem PEFC/FSC-Siegel kaufen, können Sie sicher sein, dass die zur Herstellung des Produkts verwendeten Bäume nachgepflanzt wurden oder sich auf natürliche Weise regenerieren konnten, ohne dass Menschen, Wildtiere oder die Umwelt zu beschränkt wurden. Das Logo ist mit einer Chain-of-Custody-Nummer versehen, die es ermöglicht, das Produkt vom Wald bis zum Kunden zu verfolgen – jedes Glied zwischen dem Wald und dem Verbraucher ist zertifiziert, so dass leicht zu erkennen ist, was PEFC/FSC-zertifiziert ist und was nicht – wenn es das Label nicht trägt, ist es nicht zertifiziert!

Gängige PEFC/FSC-zertifizierte Papierprodukte

Wenn Sie das nächste Mal Papier oder Printmedien kaufen, halten Sie Ausschau nach Produkten mit diesen Siegeln:
○  Papier – ob A4-Papier für Ihren Drucker, ein Magazin oder Notizpapier, es gibt viele zertifizierte Produkte in Ihrem Schreibwarengeschäft oder Supermarkt.
○  Grußkarten und DirectMail – achten Sie auf der Rückseite der Karte auf das PEFC/FSC-Logo.
○  Geschenkpapier – immer mehr Einzelhändler bieten zertifiziertes Einwickelpapier an. Wenn Sie Geschenkpapier und Grußkarten recyceln möchten, sollten Sie jedoch bedenken, dass Verzierungen wie Bänder oder Glitter nicht recycelbar sind und daher entfernt werden sollten, bevor Sie sie in die Recyclingtonne werfen.
○  Lebensmittelverpackungen – im Zuge der Abkehr von Plastik werden immer mehr Lebensmittel in Karton verpackt. Wenn es sich um zertifiziertes Papier handelt, ist das Logo irgendwo auf der Verpackung aufgedruckt.
○  Taschentücher und Toilettenpapier – natürlich ist Weichheit wichtig, aber auch der Planet, also achten Sie auf das PEFC/FSC-Logo!

Einzelheiten zu anderen FSC-zertifizierten Produkten finden Sie hier.
Informationen über andere PEFC-zertifizierte Produkte finden Sie hier.

Andere Labels, auf die Sie achten sollten

Neben PEFC/FSC gibt es noch weitere internationale Organisationen und Gremien, die sich für eine nachhaltige Forstwirtschaft und Herstellung von Papierprodukten einsetzen, die in Österreich und Europa im Angebot sind. Die gängigsten Siegel sind:

EU-Umweltzeichen
Das in Europa und weltweit anerkannte Logo wird für Produkte und Dienstleistungen vergeben, die im Lebenszyklus hohe Standards erfüllen: von Rohstoffgewinnung über Produktion bis hin zu Vertrieb und Entsorgung.

Österreichisches Umweltzeichen
Seit 1990 kennzeichnet das staatlich vergebene Logo Produkte und Dienstleistungen, die im Vergleich zu Konkurrenzprodukten umweltfreundlicher hergestellt wurden.

Deutscher Blauer Engel
Ein Umweltzeichen in Deutschland, das seit 1978 an besonders umweltfreundliche Produkte und Dienstleistungen vergeben wird.

Nordisches Umweltzeichen
Das Nordische Umweltzeichen, häufig Nordischer Schwan genannt, ist das offizielle Nachhaltigkeits-Umweltzeichen für Produkte aus Skandinavien.

Rainforest Alliance
Der kleine Frosch ist ein Symbol für ökologische, soziale und wirtschaftliche Nachhaltigkeit und findet sich auf Agrar- und Forstprodukten. Der Sitz der Organisation ist in Amsterdam.

US / SFI
Die nordamerikanische Initiative für nachhaltige Forstwirtschaft (Sustainable Forestry Initiative) stützt sich auf vier Säulen: Standards, Naturschutz, Gemeinschaft und Bildung.

Wenn Sie das nächste Mal einkaufen gehen, entweder in einem Geschäft oder online, halten Sie Ausschau nach den oben genannten Logos. Wenn Sie eines sehen, können Sie sicher sein, dass die Papierverpackungen/Materialien aus nachhaltig bewirtschafteten Wäldern stammen.

XXXLutz ist Printwerber 2022

Der Verband Österreichischer Zeitungen (VÖZ) prämierte Ende Juni bei der ADgar-Gala im Wiener Konzerthaus die besten Print- und Onlinewerbungen des vergangenen Jahres. Zum Printwerber des Jahres kürte die Jury die XXXLutz Gruppe.

VÖZ-Präsident und Styria-Vorstandsvorsitzender Markus Mair eröffnete den Abend. Er betonte die enge Verbundenheit der heimischen Medien verlegerischer Herkunft mit der Werbebranche, warnte jedoch vor einer dramatischen Verschiebung der Mediabudgets zu den großen Digitalplattformen.

“Kreative Gestaltungsideen von Print- und Onlinewerbung bieten einen Mehrwert für unsere Produkte, und zugleich war und ist die gedruckte Anzeige gewissermaßen die Champions League der Werbung. Allerdings haben internationale Digitalkonzerne im Meldezeitraum von Jänner bis April dieses Jahres mehr Werbegeld in Österreich eingenommen als alle klassischen Medien wie TV, Radio, Print, Plakat sowie Prospekt zusammen”, so Mair. “Die Schaltungen auf vielen dieser Plattformen erreichen jedoch laut aktuellen Untersuchungen zu einem erheblichen Teil keine realen Nutzerinnen und Nutzer mehr – im Gegensatz zur Printwerbung in redaktionellen Medienprodukten. Diese Umschichtung bringt nicht nur ökonomische, sondern auch demokratiepolitische Risiken mit sich.”

Der Printwerber des Jahres

Als “Printwerber des Jahres” wurde bereits zum zweiten Mal die XXXLutz Gruppe ausgezeichnet. Helmut Schoba (VGN Medien), VÖZ-Vorstandsmitglied und Vorsitzender des Boards Werbemarkt, ging in seiner Laudatio auf die herausragenden Leistungen ein, die das Unternehmen im Bereich der Printwerbung seit vielen Jahren erbringt. “Nicht viele Unternehmen können von sich sagen, mehr als einmal mit dem begehrten ADgar für den Printwerber des Jahres ausgezeichnet worden zu sein. Die XXXLutz Gruppe ist so ein Unternehmen: Sie setzt bereits seit der Unternehmensgründung kontinuierlich und aus Überzeugung auf Printwerbung und ist somit für die heimischen Medienhäuser ein verlässlicher Partner”, so Schoba. “Das möchten wir mit dem ADGAR in diesem Jahr ganz besonders würdigen.”

Helmut Schoba und VÖZ-Präsident Markus Mair überreichten die Trophäe an Michael Grecksamer, Werbeleiter der XXXLutz Gruppe.

Die Höhepunkte der Gala

Für den Opening Act verantwortlich war in diesem Jahr das Wissenschaftskabarett “Science Busters”, als musikalisches Highlight des Abends konnte der britische Rock- und Soul-Superstar Andrew Roachford gewonnen werden. Durch die Gala führten Margit Laufer (ORF) und Thomas Mohr (Puls4).
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Neue Karton-Sieger in Wien geehrt

Mitglieder der Faltschachtel-Kette konnten nach einer Corona-Pause „endlich“ wieder Preise vergeben.

Endlich nachgeholt: die Verleihung des Carton Austria Awards 2021

In festlichem Rahmen des Wiener Lusthauses wurden die Preisträger des Carton Austria Awards 2021 geehrt. Der Wettbewerb ist ein gemeinsames Projekt von Propak Austria, dem Handelsmagazin Cash und Pro Carton. Er holt die besten österreichischen Verpackungslösungen aus Karton auf die Bühne, und die können sich wirklich sehen lassen! Beide Preisträger stammen diesmal aus dem Hause Cardbox Packaging Wolfsberg.

Der Herbsttermin der Preisverleihung musste aufgrund der Pandemie abgesagt und konnte jetzt endlich nachgeholt werden. Vergeben wurden zwei Auszeichnungen: ein Preis der Jury und einer des Publikums. Die Jury bestand aus den Redakteuren des Handelsmagazins. Urkunden und Trophies übergaben Horst Bittermann (ProCarton), Martin Widermann (Propak) und Claudia Stückler (Cash).  zum Video

Den Preis der Jury gewann „Gloot“, ein einfaches, aber äußerst wirkungsvolles System zum Anheizen von Grillkohle. Dieser leichte und saubere Weg zu perfektem Grillgenuss stammt von Markeninhaber Thomas Schiefer, der den Award auch persönlich entgegennahm – gemeinsam mit Rene Buchart von Cardbox Packaging.

Die Faltschachtel lässt sich mit wenigen und einfachen Handgriffen in einen Kamin verwandeln, der die enthaltene, in traditionellem Köhlerhandwerk hergestellte Grillkohle sicher zum Glühen bringt. In weniger als einer Viertelstunde ist das Barbecue bereit. Dazu Preisträger Thomas Schiefer: „In meiner Region gibt es noch das traditionelle Köhlerhandwerk. Die regionalen Köhler stellen hochwertige Grillkohle her. Die Verpackung ergänzt dieses Premiumprodukt – für ein genussvolles, lockeres Grillerlebnis.“ Die Jury war sich einig: „Eine besonders elegante und überzeugende Idee, wie Verpackung zum Teil des Produkts werden kann.“

Den Publikumspreis gewann „Smart One” von Playbrush, die Verpackung für eine exklusive, intelligente Schallzahnbürste, hergestellt ebenfalls von Cardbox Packaging Wolfsberg. Für diese sehr spezielle Zahnbürste wurde eine exklusiv entwickelte Verpackung benötigt, die die erforderliche Stabilität mit einem schönen und funktionalen Design verbindet und das Spitzenprodukt entsprechend präsentiert. Neben Rene Buchart standen bei der Übergabe des Awards diesmal Bettina Tschoner-Fuchs von Metsä Board sowie Nini Gregori und Moritz Hoyos von Playbrush: Die gesamte Supply Chain war vereint, um den Preis entgegenzunehmen.

Strahlender Design-Nachwuchs: die Verleihung des Young Designers Awards 2021

Gleichzeitig wurden die Preisträger und Finalisten des Propak/ProCarton Young Designers Award 2021 geehrt. Lena Gundacker von der New Design University St. Pölten und Jaimy Preiml von der Wiener Graphischen konnten auf diese Weise frühe Erfolge ihrer Karriere verbuchen.  zum Video

Ein runder Geburtstag: Der erste Young Designers Award wurde vor genau 20 Jahren verliehen. Martin Widermann (GF Propak) und Horst Bittermann (Präs. ProCarton) zeigten sich hoch erfreut darüber, wie gut sich der Wettbewerb gerade unter den schwierigen Umständen der Covid-Pandemie bewährt hat: „Das Vertrauen der Bildungseinrichtungen in diesen Award wächst. Es ist großartig, dass er in der akademischen Welt so großen Anklang findet.“

Auch Satkar Gidda, Vorsitzender der internationalen Jury, war beeindruckt: „Ein herzliches Dankeschön und Glückwünsche allen Lehrern und Schülern für die große Anzahl von Beiträgen in diesem Jahr, die unter sehr schwierigen Umständen entstanden sein müssen. Alle Entwürfe haben diesmal konkrete Verbraucheranliegen überzeugend gelöst.“

Unter mehr als 90 Einreichungen aus Österreich hat die internationale Jury fünf Finalisten ausgewählt. Die Studenten kommen von der Graphischen Wien, der New Design University St. Pölten und dem FH Joanneum. Die Jury bestand aus dem Vorsitzenden Satkar Gidda (Markenberater, PL), Janet Shipton (Packaging Designerin, UK), Philip Freymüller (MM Packaging, AT) sowie Jean-Philipp Truttmann (General Mills CH). Auch drei der Lehrer waren gekommen und wurden mit einer Flasche Champagner geehrt – selbstverständlich in einer prachtvollen Faltschachtelverpackung. Ohne ihr Engagement wäre die Entwicklung einer derart professionellen Qualität unter den jungen Designern nicht möglich.

Die Recycling-Awards wurden vergeben

Am Tag der Papierverpackung Ende Juni in Brüssel wurde nicht nur die neue Zielvereinbarung für das Recycling bis 2030 vom Altpapierrat bekannt gegeben, sondern auch die EPRC-Awards überreicht – von MEP Anna Asimakopoulou. Der Preis in zwei Kategorien ist eine Initiative des European Paper For Recycling Councils (EPRC), der 2000 gegründet worden war, um die Wiederverwertung von Altpapier Europa-weit zu steigern.

Er wurde außerdem für Projekte und Initiativen geschaffen, die das Bewusstsein für das Papierrecycling schärfen. Der Gewinner wird anhand von vier Schlüsselkriterien ausgewählt: Relevanz und Originalität, Erfolge, Möglichkeit zur Reproduktion des Projekts und Kosteneffizienz. Der Wettbewerb steht allen Einrichtungen mit Sitz in Europa offen, darunter Schulen, Universitäten, NRO, nationale und regionale Behörden, Unternehmen und Verbänden.

Kategorie Technik

Ein Projekt aus Deutschland hat untersucht, wie man Altpapier besser sammeln, sortieren und wiederverwerten kann.

Um die Umweltbilanz der Papierherstellung nachhaltig zu verbessern, verfolgte das Forschungsprojekt EnEWA den Ansatz, neue Quellen für ein umweltfreundliches Altpapierrecycling zu erschließen und nutzbar zu machen. Das Institut für Anthropogene Stoffkreisläufe (ANTS) der RWTH Aachen und der Lehrstuhl für Internationale Produktionstechnik und -management (IPEM) der Universität Siegen forschen daher gemeinsam mit einigen Industriepartnern und dem Papierhersteller Leipa an einer Lösung.

Zentrales Element des Forschungsprojekts ist die Untersuchung des Potenzials zur Rückgewinnung von Papierfasern aus gemischten Abfallströmen (Leichtverpackungsabfälle, Gewerbeabfälle und Restmüll) für die Papierproduktion. Derzeit haben papierbasierte Verpackungen aus der Lebensmittelindustrie bereits einen bedeutenden Anteil – mit steigender Tendenz. Die Möglichkeit, die Fasern aus diesen Leichtverpackungen zurückzugewinnen, würde zu einer höheren Akzeptanz bei Herstellern und Verbrauchern beitragen, und damit zu einer verstärkten Nutzung dieser Verpackungslösungen. Auf diese Weise kann die Menge der verfügbaren Recyclingfasern durch einen zusätzlichen Stoffstrom zum Nutzen der Umwelt, der Menschen und der Kreislaufwirtschaft erhöht werden. Darüber hinaus wird die Verwertung von Papier, das in privaten Haushalten häufig falsch entsorgt wird, der so genannte Fehlwurf, untersucht, um auch dieses zu neuem Recyclingpapier zu verarbeiten.

Im Projekt beschäftigen sich die Projektbeteiligten mit den verschiedenen Phasen der Altpapiersammlung, -verwertung und -aufbereitung. Nach einer Analyse der zu verwertenden Altpapiersorten und Altpapierverbunde und deren Qualität im Rahmen von Stoffstromanalysen wurde in der zweiten Projektphase die notwendige Sortiertechnik entwickelt und angepasst. Im Anschluss daran wird ein Verfahren zur Hygienisierung und Aufbereitung der Papierfasern entwickelt.

Die ANTS verband in dem Projekt angewandte Forschung mit dem Schwerpunkt der Stoffstromcharakterisierung und verknüpft die Primärdatenerhebung mit der ökologischen Bewertung und Modellierung der Prozesse. Darüber hinaus wurde die Recyclingfähigkeit der Rejekte analysiert und getestet. Die ökologische Bewertung wurde projektbegleitend durchgeführt und stellt sicher, dass der Recyclingprozess die Entwicklung hin zu einer Kreislaufwirtschaft fördert. Eine Szenarioanalyse zeigt zudem verschiedene Möglichkeiten für den Recyclingprozess auf und gibt wichtige Impulse für die Prozessmodellierung. Die Verwertung von Rejekten ist ein wichtiger Schritt, um langfristig den gesamten Kreislauf zu schließen.

Kategorie Information

Eine Branchen-Initiative arbeitet daran, das Recycling von Pickerlpapier zu verbessern.

CELAB ist eine weltweite Koalition der Label-Industrie. Sie erreicht die gesamte Lieferkette und nutzt das Fachwissen der Mitglieder, um eine Kreislaufwirtschaft für selbstklebendes Etikettenmaterial zu fördern. CELAB Europe wurde im 2020 als gemeinsame Industrieinitiative mit dem Ziel gegründet, eine Kreislaufwirtschaft für das Material von selbstklebenden Pickerln in Europa aufzubauen. Es handelt sich um eine Zusammenarbeit der gesamten Branche, die es den Beteiligten ermöglichen soll, ihre gebrauchten Trennfolien und Matrixmaterialien zu sammeln und zu recyceln.

Ziel der Initiative ist es, dass bis zum Jahr 2025 mehr als 75 % der gebrauchten Trennfolien und Matrizen recycelt werden. Das Konsortium hat verschiedene Daten, Identifizierungen und Klassifizierungen erstellt, das Logistiknetzwerk erweitert und den rechtlichen und regulatorischen Rahmen überarbeitet. Die Mitgliedschaft steht Unternehmen und Verbänden der Etiketten-Wertschöpfungskette, sowie Anwendern, Logistik- und Recyclingunternehmen offen. CELAB Europe ist Teil eines globalen Konsortiums, zu dem auch eine Schwesterinitiative in Nordamerika gehört. Weitere Regionen wie China und Lateinamerika sind im Gespräch. Derzeit zählt das Konsortium 36 Mitglieder in Europa. CELAB Europe wird von FINAT, dem europäischen Verband der Etikettenindustrie, ausgerichtet.
Der Preis wurde von Graham Houlder und Flor Peña Herron übernommen.

Neue Recycling-Mission für Milch- und Saftpackungen

Getränkekarton Austria startet eine neue Kampagne zum Mitmachen: Tonne oder Sack? Hauptsache Gelb! So sollen bis 2025 80 Prozent aller gebrauchten Getränkekartons in Österreich gesammelt werden.

Leere Milch- und Saftpackungen gehören in die gelbe Tonne oder in den gelben Sack. Im Jahr 2020 landeten bereits 63 Prozent aller Getränkekartons in diesen Sammelsystemen, um danach fachgerecht recycelt zu werden. “Mit unserer ‘Recycling Mission 2025’ wollen wir gemeinsam mit der Bevölkerung die Sammelquote von Getränkekartons in Österreich auf 80 Prozent anheben”, so Georg Matyk, Geschäftsführer von Getränkekarton Austria.

Recycling von Getränkekartons ist ganz einfach

Durch den Einsatz moderner Sortieranlagen wird Getränkekarton von Plastikflaschen getrennt und wieder zu neuem Karton verarbeitet. Dabei werden die Getränkekartons als eigene Fraktion aussortiert und können anschließend direkt dem Recycling in der Kartonfabrik zugeführt werden. Die Sammlung von Leichtverpackungen in Österreich verfügt über mehr als 250.000 Sammelbehälter und mehr als 1.500.000 Haushalte werden durch die Abholung ihrer gelben Säcke direkt betreut. Außerdem können Getränkekartons auch in jedem Altstoffsammelzentrum zum Recycling abgegeben werden.

Gebrauchte Getränkekartons sind also kein Abfall, sondern wertvoller Rohstoff. Sie wieder zu verwerten ist heute genau so einfach wie das Recycling von Zeitungen oder Schachteln aus Karton oder Wellpappe. Zu Ballen gepresst gelangen die gesammelten und aussortierten Getränkekartons in die Papier- oder Kartonfabrik. Auf einem Förderband fährt das Sammelgut in den Pulper. In so einer Anlage wird die Zellulose im Wasserbad durch ständiges Rühren vom Polyethylen und Aluminium getrennt. Die Zellulose wird aus dem Wasserbad herausgelöst und zu neuem Verpackungs-Karton recycelt. Kunststoff- und Alufolienreste werden im Recyclingverfahren mechanisch ausgeschieden und dienen in Zementfabriken als Ersatzbrennstoff.

Durch diesen Kreislauf verbessert sich der Öko-Fußabdruck der Getränkekartons weiter und hat Vorteile gegenüber Gebinden aus PET oder Glas, wie eine C7-Studie vor drei Jahren zeigte. Link

Humor statt Zeigefinger

Freche Sprüche, Videos und witzige Doodles, die Getränkekartons zum Leben erwecken, zeigen, dass Recycling richtig Spaß machen kann.
Tonne oder Sack? Hauptsache Gelb!
Für dich ist es nur ein kleiner Wurf, doch für die Umwelt ein riesiger Schritt.
Jedes Packerl ist Gelb wert!

City Light-Plakate in allen Landeshauptstädten richten sich ab Mitte Juni an alle, die im urbanen Raum unterwegs sind und Getränke aus recycelbaren Kartons konsumieren. „Pünktlich zum Sommerbeginn schicken wir unsere Getränkekarton-Doodles auf Österreich-Tour“, so Georg Matyk. Mitverfolgen lässt sich die Tour auf den Social-Media-Kanälen Facebook, Instagram und Twitter; auch Influencer machen auf das wichtige Thema aufmerksam. Der Hashtag #gemeinsammeln erklärt das richtige Sammeln von Getränkekartons und möchte zum Kommentieren, Liken und Sharen motivieren.

Getränkekarton Austria vertritt die gemeinsamen Interessen der Anbieter von Getränkekartons in Österreich – Tetra Pak, Elopak und SIG Combibloc – und setzt sich gemeinsam mit Partnern für die Sammlung und stoffliche Verwertung von Getränkeverbundkartons in Österreich ein.

 

Weitere Infos über die Leichtverpackungssammlung erhalten Sie unter
www.getraenkekarton.at
www.recyclingmission.at
www.ara.at

 

Abb: © Getränkekarton Austria/bluforce group

Am Welt-Recycling-Tag

Two Sides und VÖZ kooperieren mit einer Kampagne zum Recycling von Papier & Printmedien.

Dieses Jahr ist der 18. März ein Freitag und ein wichtiges Datum für die Nachhaltigkeit, denn es ist der Global Recycling Day. Der Tag wurde 2018 ins Leben gerufen, um die Bedeutung hervorzuheben, die Recycling für die Schonung vieler Ressourcen unserer Erde hat. Er soll das Bewusstsein für die Kreislaufwirtschaft schärfen und Regierungen, Unternehmen und Menschen dazu ermutigen, mehr auf das Sammeln und Wiederverwerten zu achten.

Die Kreislaufwirtschaft kann den Lebenszyklus von Materialien und Produkten durch Recycling deutlich verlängern. – Das spielt eine wesentliche Rolle bei den Bemühungen der Unternehmen sowie der Verbraucherinnen und Verbraucher, Ressourcen zu schonen und die CO2-Emissionen zu verringern. Darauf möchten wir gerne hinweisen“, sagt Gerald Grünberger, Geschäftsführer des Verbands Österreichischer Zeitungen (VÖZ). „Aus diesem Grund unterstützen die Mitgliedsverlage des Verbands die TwoSides-Kampagne rund um den Welt-Recycling-Tag am 18. März. Denn gerade bei der Herstellung von Pressepapieren kommt – je nach Anforderung an das Printprodukt – viel Altpapier zum Einsatz. Nicht nur deshalb ist es wichtig, Printausgaben nach der Lektüre zur Altpapiersammlung zu geben.“

Recyclingquote schon bald an der Machbarkeitsgrenze

Wenn es um Recycling geht, liegt ein Material ganz vorn: Papier. Mit einer aktuellen Recyclingquote von 74 % in Europa – noch vor Nordamerika (66 %) und Asien (54 %) – ist es eines der nachhaltigsten Materialien. Der gute Wert wird noch deutlicher, wenn man bedenkt, dass die Machbarkeitsgrenze bei ungefähr 80 Prozent liegt. Das liegt daran, dass bestimme Produkte nicht zurück in den Kreislauf kommen können oder sollen. Bestimmte Printprodukte behalten wir gerne und lange (z.B. Bücher und Dokumente), andere sind verbaut (Konstruktionsteile und Dämmstoffe), verschmutzt (teilweise Lebensmittel-verpackungen und Putztücher), beschichtet (Barrierepapiere und Tapeten), oder es sind nicht recycelbare Sanitärprodukte.

Auch im Bereich Verpackungspapiere funktioniert die Sammlung gut, unter den Verpackungsmaterialien sind die Raten so: Papier 83%, Metall 80%, Glas 75% und Plastik mit Aufholbedarf 42%. Das gute Ergebnis liegt unter anderem daran, dass große Mengen an Wellpappe und Kartonschachteln von Versandlagern und Einzelhandel in Ballen gepresst und direkt zurückgeführt werden.

Die Rückführung dieses Materials ist durch die Verpackungsverordnung vorgeschrieben und wird in Österreich durch Systeme wie der ARA organisiert. Vorstand Christoph Scharff erläutert dazu: „Auch unsere Statistik im Bereich der Verpackungen zeigt sehr gute Sammelergebnisse. 2021 gelang erneut ein leichtes Plus von 0,4 % in der Menge. Dabei ist natürlich auch das Engagement der Menschen in Österreich sehr hilfreich, wie unsere aktuelle IMAS-Umfrage zeigt.“ 98 % der Befragten sammeln Altpapier getrennt. „Jetzt konzentrieren wir uns darauf, die Menschen zu motivieren, große Schachteln zusammenzulegen. Der Slogan der Wiener MA 48 bringt das gut auf den Punkt: „Mach’s kleiner, warat feiner! Das soll helfen, die Logistik des Altpapiers noch effizienter und CO2-ärmer zu gestalten.“

Stetig verbesserte Sammlung von 40 auf 74 Prozent

Das von der Branche selbstgesetzte Ziel, drei Viertel aller verwendeten Papierprodukte wiederzuverwerten, ist vorbildlich und wird dadurch noch bemerkenswerter, wenn man sich dazu die tatsächlichen Mengen vorstellt. Jährlich werden in Europa 76 Millionen Tonnen Papierprodukte verwendet, also Printmedien, Verpackungen, und vieles mehr. Davon kommen rund 56 Millionen Tonnen wieder zu den Papierfabriken. Das ergibt die oben erwähnten 74 Prozent.

Blickt man in die Geschichte des Altpapiers, so sieht man, dass dieser Wert das Ergebnis einer langen Entwicklung ist. Lag die Recyclingquote 1990 noch bei 40 Prozent, stieg sie bis 2010 auf 69, und jetzt auf 74 Prozent. Seit 1998, dem Basisjahr für die erste freiwillige Selbstverpflichtung durch den Europäischen Altpapierrat, ist das Recycling um gewaltige 16 Millionen Tonnen pro Jahr beziehungsweise um 40 Prozent gestiegen.

2020 wurden in Europa 74 % aller gekauften Papierprodukte wieder recycelt, womit Papier zu den am häufigsten wiederverwerteten Materialien gehört. Doch die Wertschöpfungskette Papier & Printmedien ist weiter bestrebt, die Sammlung für Betriebe und Verbraucher einfach und effizient zu gestalten und ihre Recyclingquoten zu maximieren. Ökologisch gesehen macht es viel mehr Sinn, Altpapier zu recyceln als es in den Restmüll zu geben. Die so gewonnenen Sekundärfasern ergänzen den Bedarf an Frischfasern, die notwendig sind, um die Nachfrage der Gesellschaft nach Produkten aus Papier, Karton und Pappe zu decken. Tatsächlich werden Papierprodukte in Europa zurzeit 3,8-mal im Kreislauf geführt, weltweit ist der Wert 2,4-mal.

Welche Papiere können recycelt werden? : Info

Sind Printmedien in der Pandemie beliebter geworden ?

Mit großer Freude brachten eine Reihe von Forschungsstudien letztes Jahr positive Nachrichten für Printanzeigen. Sie untermauerten, dass Print den digitalen Medien den Rang abläuft und bei der Aufmerksamkeit des Publikums gegenüber den sozialen Medien punkten kann.

Aber hat sich der Kurs von Print sonst noch verändert? – Covid19 und die damit verbundenen LockDowns haben sich auf die Papier- und Zellstoffindustrie ausgewirkt. Die Produktion hatte sich schon aufgrund der Kapazitätsstilllegungen der Vorjahre verlangsamt, was jetztbedeutet, dass die Lagerbestände nicht so schnell aufgefüllt werden können und die Preise aufgrund von Inputkosten und erhöhten Energiezuschlägen in die Höhe schießen. Im Jahr 2020 ging die Nachfrage stärker zurück als der Verbrauch bei den Druckern, weil die Kunden das Papier, das sie auf Lager hatten, zur Kostensenkung und zur Beherrschung von Cashflow-Problemen verwendeten. Im Jahr 2021 kam es also nicht nur zu einer gewissen Erholung des Geschäfts, sondern auch zum Trend in der Wertschöpfungskette, ihre Lagerbestände wieder aufzufüllen. Dies hat zu einer Auftragsflut geführt, bei der die Kunden versuchen, rasch zu kaufen, bevor eine neue Preiserhöhung angekündigt wird.

Meine Prognosen?

Weiteres Wachstum der Lesereinnahmen und eine Schwerpunkt auf Wochenend-Druckausgaben, mit immer mehr Printbeilagen.

Juan Señor, Präsident der Media-Beratungsagentur INNOVATION

Die Kehrseite der Medaille? Weil wir mehr Zeit zu Hause verbrachten, nutzten wir vermehrt digitale Kanäle, was unser Misstrauen gegenüber den sozialen Medien und ihrer Neigung zu Fake News verstärkte. Dies wiederum hat das Vertrauen in Printmedien gestärkt.

Nehmen Sie den Erfolg der Direktwerbung. Untersuchungen des Joint Industry Committee for Mail (JICMAIL) haben ergeben, dass die Interaktion mit der Post zugenommen hat, da Mailings aus dem Briefkasten viel eher gelesen und im Haus aufbewahrt werden. Folglich liefern Hauswurfsendungen ein größeres Volumen, als die Werbetreibenden dafür bezahlen.

Auch der Verkauf von gedruckten Büchern ist sprunghaft angestiegen. Laut dem HVB-Verband wurden 2021 in Österreich 4,2 Prozent mehr Bücher verkauft als im Jahr 2020 – insgesamt über 30 Millionen Bücher.

zur Broschüre

Eine klimafreundliche Roadmap für Getränkekartons

ACE, die Allianz für Getränkekartons und Umwelt, hat sich für die Zukunft selbstverpflichtet: Sie wollen die nachhaltigsten Verpackungen für robuste Lebensmittelversorgung liefern, die erneuerbar, klimafreundlich und recyclebar sind.

Mit ihrem ehrgeizigen Fahrplan verpflichtet sich die Branche, Maßnahmen in allen Bereichen der Wertschöpfungskette zu ergreifen, von der nachhaltigen Beschaffung bis hin zu Klimaauswirkungen und Recycling. Zu den zehn Aufgaben gehören die Steigerung der Sammelquote von Getränkekartons auf 90 % und eine Recyclingquote von mindestens 70 % bis 2030 sowie die Dekarbonisierung der Wertschöpfungskette, um das erklärte 1,5°C-Ziel zu unterstützen.

Das Ziel ist, die Verpackungslösung mit dem geringsten ökologischen Fußabdruck zu bleiben. Dafür sollen Getränkekartons so sein:

  • nur aus erneuerbaren oder recycelten Materialien hergestellt
  • nur aus nachhaltig beschafften Rohstoffen hergestellt
  • Vollständig recycelbar

“Die Branche hat sich für die nächsten zehn Jahre hohe und ehrgeizige Standards gesetzt. Wir freuen uns darauf, den Dialog mit den Entscheidungsträgern in der EU zu fördern, um mitzuarbeiten, dass die notwendigen regulatorischen Bedingungen geschaffen werden, um die Branche auf ihrem Weg zum Getränkekarton als nachhaltige Verpackungslösung von heute und morgen zu unterstützen.”
Annick Carpentier  Generaldirektorin des ACE

Getränkekartons sind eine recycelbare, kohlenstoffarme Verpackungslösung, die Lebensmittel und Getränke schützt, ihre sichere Verwendung und ihren Transport ermöglicht und damit Lebensmittelabfälle vermeidet. Mit den Verpflichtungen und Zielen der Roadmap 2030 wird sich die Branche dafür einsetzen, dass ihre Verpackungen weiterhin aktiv zu den Zielen des Green Deal der EU beitragen, insbesondere zu Klimaneutralität, Kreislaufwirtschaft, Biodiversität und robusten Lebensmittelsystemen, ohne dabei die Gesundheit und Sicherheit der Verbraucher zu gefährden.

“Die Branche investiert weiterhin in Innovation und Technologie, um das Recycling von Getränkekartons zu steigern”, sagte Marcelle Peuckert, Präsidentin des ACE. “Die Branche braucht einen politischen Rahmen, der unsere Investitionen und Innovationen auch in den nächsten zehn Jahren unterstützt”. Die ACE-Mitglieder haben klare Zielvorgaben festgelegt, werden regelmäßig über den Gesamtfortschritt des Fahrplans berichten und – auch in Zusammenarbeit mit anderen – Messgrößen entwickeln, hinzufügen und anpassen, falls diese noch nicht vorhanden sind.

Zum Recycling und zur Roadmap präsentiert ACE diese Unterlagen:

Der Intergraf-Award 2022: Druckindustrie und Nachhaltigkeit

Der Intergraf Young-Talent-Award 2022 wurde ausgeschrieben – nehmen Sie teil.

Intergraf, der Europäische Verband der Druckereien, lädt wieder zum Young Talent Award ein, der Initiative zur Gestaltung der Zukunft der Druckindustrie. Zum Hintergrund erklärt Beatice Klose, die Geschäftsführerin von Intergraf: „Es ist wichtig zu wissen, welche Visionen junge Menschen für die Zukunft der Branche haben und was sie von ihr erwarten. Die Druckindustrie sollte deshalb die Stimme der nächsten Generation hören.“

Das Thema des Wettbewerbs heuer ist Nachhaltigkeit, ein Thema, das Menschen bewegt und ganz oben auf der EU-Agenda steht. Seit 2017 bietet der Young Talent Award von Intergraf jungen Experten aus Druck-Unternehmen eine Plattform, um ihre Ideen mit der Branche zu teilen. Aus den Einreichungen wählt eine hochrangige Jury die herausragende Einreichung, die mit einem Preisgeld von 3.000 Euro belohnt wird. Außerdem werden der Gewinner und andere gute Arbeiten auf der Website präsentiert und Vertretern von Verbänden, Druckereien und Zulieferern vorgestellt.

Rita Estevinha Silva aus Portugal war die Gewinnerin des Awards 2021. In ihrem Beitrag “The Future of printing: a Gen Zero’s view” schilderte sie ihre Idee, wie sich der Druck in Zukunft entwickeln wird und welche Art von Arbeitsumfeld sie in der Druckindustrie erwartet.

Alle jungen Menschen, die in der Druckindustrie tätig sind, sind zur Teilnahme eingeladen. Mit dem Young Talent Award möchte Intergraf eine stärkere Verbindung zwischen der Druckindustrie und ihren zukünftigen Arbeitskräften herstellen und innovative Ideen und kreative Lösungen fördern.

Diese zwei Fragen werden zur Aufgabe 2022 vorgegeben:

  1. Wie sehen Sie Druckprodukte (Grafiken und Verpackungen) in der Kreislaufwirtschaft?
  2. Was ist Ihre Vision von Druck für eine nachhaltige Zukunft?

Kriterien für die Bewerbung sind:

  • Die Teilnehmer müssen Studenten, Auszubildende oder Beschäftigte der Druckbranche sein,
    aus einem der Intergraf-Mitgliedsländer.
  • Das Höchstalter beträgt 25 Jahre
  • Alle Beiträge sollten in englischer Sprache verfasst werden und 2-5 Seiten lang sein.
    Zum Text kann weitere visuelle Unterstützung eingereicht werden
  • Die Bewerber müssen auch einen kurzen Lebenslauf beifügen.
  • Eine Bereitschaft ist wünschenswert, den Beitrag auf einer der Intergraf-Veranstaltungen zu präsentieren.

So einreichen:

  • An Beatrice Klose (Generalsekretärin von Intergraf)
    per E-Mail (bklose@intergraf.eu) oder per Post (Avenue Louise 130a, 1050 Brüssel, Belgien)
  • Bis zum 25. Februar 2022 (Fr)
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