Karton: Nachhaltigkeit und Gewinner in Krakau

Mitte September fand der ECMA-Kongress in Krakau statt – es war das größte Treffen der europäischen Faltschachtel- und Kartonbranche seit 2019.

Das Thema des Kongresses der European Carton Makers Association lautete “Sustainability Unboxed”. Um die aktuellen und zukünftigen Herausforderungen des Kartons zu diskutieren kamen eine hervorragende Auswahl an Rednern, darunter Expert:innen von Carrefour, Euromonitor, BPO Packaging, EXPRA, CEPI, Moorgate Capital und Suez Circpack, dazu kam Leyla Acaroglu, die gefeierte TED-Moderatorin, als Hauptrednerin. Marek Belka, MdEP und ehemaliger polnischer Ministerpräsident, eröffnete den Kongress. Die ECMA freute sich, besondere Gäste aus der Ukraine begrüßen zu dürfen und eine Spende in Höhe von 10.000 € an die “Pure in Hearts Charitable Foundation” zur Unterstützung von Flüchtlingen in der Ukraine zu überreichen.

Der Rahmen eignete sich auch besonders, die Awads zu vergeben, die von ProCarton organisiert werden. Mehr als 250 Zuschauer waren bei der Verleihung während der Awards Nights vor Rekordkulisse dabei. Der Abend endete mit der Verabschiedung: „auf ein Wiedersehen nächstes Jahr in Sevillia.“

Der Student Video Award

Für den Wettbewerb, der europäische Studenten dazu auffordert, Kurzfilme über die Vorteile von Karton als Verpackungsmaterial zu drehen, wurden 60 Beiträge von Schulen und Universitäten aus 19 Ländern in ganz Europa eingereicht. Im dritten Jahr dieses Preises gab es erstmals auch eine öffentliche Abstimmung. Die Jury war von der Qualität und Vielfalt der Beiträge so überwältigt, dass sie sich nicht für einen Gewinner allein entscheiden konnte. So erhielten zwei Beiträge den Hauptpreis und drei die Auszeichnung „Highly Commended“.

The carton family: a recycle story

Der erste siegreiche Beitrag des PC-SVA 2022, ist ein Film von Marco Scirè, Shailu Flammini, Stefania Squitieri und Aurora Italiano von der Accademia Italiana (Rom). Hier heben die Studenten die Langlebigkeit und Beständigkeit von Karton durch die Darstellung einer „Kartonfamilie“ hervor, die in einem Familienalbum den Lebensgeschichten ihrer Großeltern nachspürt. Das Video endet mit einer prägnanten Botschaft über die Beständigkeit von Karton: „Dank Recycling hat der Karton eine fortlaufende Lebensdauer“. Die Jury lobte die Kreativität des Teams, und Simon Bolton kommentierte: „Das ist eine sehr überzeugende, beeindruckende Idee“.

Cartonovella

Der zweite Gewinner stammt von Moritz Hilker, Lærke Blix Hagemann, Kenneth Dumevi und Benedek Tikk von der SRH University of Applied Sciences (Berlin). Das Video ist ein satirisch-humorvoller Kurzfilm über den schnellen Aufstieg zum Ruhm dank Karton. Eine junge Frau sitzt nach einer missglückten Affäre auf der Straße, am absoluten Tiefpunkt angelangt. Ihr Schicksal wendet sich jedoch rasch, als sie dort auf der Straße einen Kartonstapel findet, aus dem sie ein ausgefallenes Kleid zaubert, mit dem sie den Sprung in ein High-Fashion-Magazin schafft. Dank seiner hohen Öffentlichkeitswirkung wurde Cartonovella auch der Publikumspreis zuerkannt.

CARTon – The Race

Zusätzlich zu den beiden Hauptgewinnern wurden drei Beiträge mit „Highly Commended“ ausgezeichnet. Einer der Prädikat-Träger war das „CARTon – The Race“, in dem Lea Giczy, Emelie Friedl und Filip Pich von der Graphischen (Wien) sich daran machen, ihre eigenen Rennmaschinen aus Karton zu bauen. Die Jury war begeistert von dem spielerischen und tatkräftigen Charakter des Films, von der Darstellung von Karton als „heldenhaft und amüsant“ sowie von der immersiven Audio-Wirkung.

Alle Gewinnervideos können Sie hier ansehen: Link

Der European Carton Excellence Award

Dieser Award, der das Potenzial von Karton hervorhebt, würdigte die besten Köpfe der Branche, die die besten kreativen und funktionellen Faltschachtel-Verpackungskonzepte präsentierten: die besten Kartons auf dem Markt. Die Qualität der diesjährigen Einreichungen war so hoch, dass die nachhaltigen, praktischen und kommunikativen Qualitäten von Karton noch deutlicher wurden.

Der Karton des Jahres ging an General/Snack Tomatoes von Rutgers Printing & Packaging Solutions, hergestellt aus Karton von Stora Enso. Bei diesem Preis geht es nicht nur um Ästhetik – auch die Funktionalität muss die Jury überzeugen. Und da gab es von Anfang an einen klaren Sieger: die Kreislaufwirtschaft.

Alle Gewinner:innen können Sie hier ansehen: Link

Der Young Designers Award

Auch dieser Preis zeigt die Talente und die Leidenschaft der nächsten Generation, die entschlossen ist, unsere Umwelt zu schützen und eine nachhaltige Zukunft aufzubauen. Über 800 Einreichungen von mehr als 100 Hochschulen: die Beteiligung war überwältigend! Darüber hinaus werden unter dem Dach des ProCarton-Award in acht Ländern auch nationale Preise vergeben, was die große Anziehungskraft des Wettbewerbs unterstreicht.

Der YDA-Preis wird in sechs Kategorien vergeben, darunter auch ein österreichischer Gewinner: Christian Jammernegg von der Werbe Design-Akademie (Salzburg). Seine Einreichung war ein trickreicher Klebestreifen-Spender, bei dem der Streifen nach dem Abreißen nicht mehr zurück an die Rolle klebt.

Alle Gewinner und Videos können Sie hier ansehen: Link

Alle Sieger:innen kommen auch in einer Print-Broschüre vor, Bestellung über mcewen@procarton.com.

Nur 54 % der Erwachsenen kennen sich digital ausreichend aus.

Printmedien bleiben damit ein wichtiges Mittel, um allen einen fairen Anteil an der Gesellschaft zu ermöglichen.

Die Veröffentlichung des neuesten DESI-Indexes (Digital Economy and Society) der Europäischen Kommission für das Jahr 2022 unterstreicht die Bedeutung von Printmedien für einen fairen und integrativen Übergang in eine digitale Gesellschaft. Jetzt folgt eine öffentliche Konsultation über die Digital fairness Initiative.

Seit der ersten Veröffentlichung des DESI im Jahr 2015 (Daten von Eurostat) ist der Prozentsatz der Europäer:innen zwischen 16 und 74 Jahren, die über digitale Grundkenntnisse verfügen, unverändert bei 54 % geblieben. Im vergangenen Jahr hatte sich dieser Wert um 2 Prozentpunkte verbessert, aber der neu veröffentlichte Index für 2022 zeigt die Rückkehr zum Wert von 2015. Das Hauptziel der Europäischen Kommission bis 2030, 80 % der Erwachsenen mit digitalen Grundkenntnissen auszustatten, liegt in weiter Ferne.

Die Ergebnisse zeigen wieder, dass politische Entscheidungsträger die wichtige Rolle von Printmedien beim digitalen Wandel berücksichtigen sollten. Da sich das Leben zunehmend online abspielt, besteht nämlich die Gefahr, dass ein erheblicher Teil der EU-Bevölkerung ausgeschlossen wird, wenn die gedruckte Kommunikation nicht unterstützt wird. Außerdem zeigt sich, dass Gedrucktes weiterhin gern gelesen wird.

In der aktuellen Debatte über mögliche Maßnahmen zur digitalen Fairness im Verbraucherrecht wollen wir auf die wichtige Rolle von Printmedien hinweisen.
Intergraf

4EG hat Vorschläge zur besseren Altpapier-Sammlung

Extended Producer Responsibility (EPR): Die 4Evergreen Alliance fordert stärkere Harmonisierung bei der Sammlung und Sortierung von Papierverpackungen

Eine Überprüfung der Sammel- und Sortiersysteme in ganz Europa, die von 50 Unternehmen der gesamten Verpackungswertschöpfungskette durchgeführt wurde, kommt auf mehrere Empfehlungen zur Verbesserung der Effizienz. Schließlich sollen Systeme gefördert werden, die eine Sortierung an der Sammelstelle gewährleisten.

Nach zweijähriger Arbeit, in die das Fachwissen von vielen Experten eingeflossen ist und die von weiteren Branchenvertretern aus 50 Unternehmen bestätigt wurde, hat die Allianz ihren Leitfaden zur verbesserten Sammlung und Sortierung von Verpackungen aus Papier für das Recycling jetzt veröffentlicht. Der Guide gibt einen Überblick über die einschlägigen rechtlichen und institutionellen Rahmenbedingungen und bewertet die zurzeit verfügbaren Sammel- und Sortierszenarien.

Im Prinzip sind alle Verpackungen, die Fasern enthalten, recycelbar. 4Evergreen unterstützt mehrere Ansätze, die für das Erreichen der EU-Ziele für die Verwertungsquote von faserhaltigen Verpackungsabfällen von zentraler Bedeutung sind, und zwar unabhängig vom Weg von der Sammlung bis zum Recycling. Der Leitfaden untersucht die Möglichkeiten von der Sammlung bis zum Recycling in einer Papier- oder Kartonfabrik und gibt praktische Empfehlungen zur Verbesserung der Sammlung.

Das Dokument soll als Leitfaden für die Umsetzung künftiger Sammel-, Sortier- und Recycling-Infrastrukturen dienen, um die gesetzlichen Anforderungen der EU zu erfüllen und die ehrgeizigen Ziele von 4Evergreen zu verwirklichen, darunter eine Recyclingquote von 90 % für Papierverpackungen. Gleichzeitig unterstützt sie die bereits existierenden alternativen Modelle, die jetzt schon zur Leistungsfähigkeit des Recyclings beitragen.

Die Veröffentlichung des Leitfadens ist ein weiterer wichtiger Meilenstein für unsere Allianz. Nach dem Guide Circularity by Design zeigen wir nun, dass die Industrie ernsthaft daran arbeitet, eine Recyclingquote von 90 % für Papierverpackungen zu erreichen. – Das Wissen dazu haben wir.
Hans Wortman, Altpapier-Einkäufer und Vorsitzender von 4Evergreen

Um die Effizienz der Sammlung und Sortierung von faserhaltigen Verpackungen zu gewährleisten, empfiehlt 4Evergreen:

  • Gesetzesinitiativen, die Anreize für Investitionen und die Beteiligung aller an der getrennten Sammlung und Sortierung schaffen, um das Altpapier-Recycling zu erhöhen.
  • Beibehaltung bewährter Praktiken bei der Sammlung und Sortierung von Haushaltsverpackungen, wie in den Leitlinien beschrieben. Dabei befürwortet 4Evergreen den Grundsatz der getrennten Sammlung.
  • Eine einheitliche Kommunikation zu den Verbrauchern über die Sortierung von Verpackungsabfällen durch ein Kennzeichnungssystem zum Schutz des Binnenmarktes.
  • Getrennte Zielvorgaben für die stoffliche Verwertung auf EU-Ebene für Papierverpackungen, aufgeschlüsselt nach Herkunft:
    o Eine Zielvorgabe von >85% für die getrennte Sammlung in Haushalten
    o Eine Zielvorgabe von >90% für Verpackungen aus Industrie und Gewerbe
  • Obligatorische Trennung der Papierverpackungen von Verpackungen aus Kunststoff und Metall in Sortieranlagen für haushaltsnah gesammelte Leichtverpackungen (LWP).
  • Weiters die Anstrengung, auch Getränkekartons von anderen Papier- Verbundverpackungen in diesen Anlagen zu trennen.
  • Gebührenstrukturen, die so weit wie möglich die tatsächlichen Nettorecyclingkosten für jede Art von Verpackungsmaterial widerspiegeln, einschließlich der Notwendigkeit, gegebenenfalls in zusätzliche Recyclingkapazitäten zu investieren.

zur Broschüre

Die Kunst des Quillens – im Gespräch mit Sena Runa

Haben Sie schon einmal von Quilling gehört? Dieses Kunsthandwerk auf Papierbasis besteht aus sorgfältig gerollten und geformten Papierstreifen, die auf einer flachen Unterlage zusammengesetzt und an Ort und Stelle geklebt werden, um Muster oder Objekte darzustellen. Dieses Handwerk gibt es seit Hunderten von Jahren, es lässt sich bis ins 15. Jahrhundert zurückverfolgen. Wahrscheinlich haben französischen und italienischen Nonnen diese Technik entwickelt, um religiöse Gegenstände zu verzieren und so in Zeiten der Not Geld zu sparen.

“Papier gibt es in vielen Variationen, zum Beispiel in verschiedenen Farben, Arten, Stärken und Gewichten.“

Doch anscheinend ist das Hobby nicht veraltet, auch heute noch nutzen Künstler diese Technik, um komplizierte, aber wunderschöne Kunstwerke zu schaffen. Künstlerinnen wie Sena Runa. Wir haben ihr acht Fragen über ihre Arbeit, ihre Liebe, Papier und speziell Quilling als Kunstform gestellt. – Lesen Sie, was sie sagte:

Was hat Sie zum Quilling gebracht?
Es ist eine Kunstform, bei der man eine Idee mal anders darstellen kann. Außerdem gefällt mir die Tatsache, Kunstwerke aus Papier zu schaffen.

Wie lange machen Sie schon so schöne Arbeiten?
Ich bin 2012 zum ersten Mal mit dem Quilling in Berührung gekommen und habe mit kleinen Schritten angefangen, weil es damals noch nicht so populär war. Das war damals ein Vorteil, denn ich bekam die Chance, Kunstwerke in einer Form zu schaffen, die es vorher noch nicht gab.

Können Sie uns etwas über Ihren Prozess erzählen?
Ich zeichne zuerst eine Skizze, aber nur die Umrisse, nicht den Quilling-Teil. Dann entscheide ich, welche Farben ich verwenden möchte. Nachdem ich das Farbschema festgelegt habe, schneide ich meine eigenen Papierstreifen zu. Dann beginnt der Quilling-Prozess mit dem Papieraufdrehen … und danach passiert alles ganz spontan!

Was ist das Beste an der Arbeit mit Papier?
Papier ist ein Medium, das viele Beschränkungen, aber auch viele Möglichkeiten bietet, zum Beispiel hat es verschiedene Farben, Arten, Stärken und Gewichte. Wenn es Einschränkungen gibt, ist man gezwungen, seine Fantasie einzusetzen, um die Idee zu interpretieren. Ich liebe diese Herausforderung!

Was war Ihr Lieblingsstück, das Sie bisher gemacht haben, und warum?
Wenn ich etwas Neues mache, ist das mein Lieblingsstück.
Kürzlich habe ich van Goghs Die Sternennacht mit Paperquilling nachgebildet, und das Ergebnis hat mir sehr gut gefallen!

Kommst du aus einem kreativen Umfeld?
Nein, ich habe Wirtschaft studiert. Nach der Schule habe ich sieben Jahre lang im Personalwesen gearbeitet. Aber ich interessiere mich für Kunst, so lange ich denken kann!

War es schwierig, Quilling zu lernen?
Diese Frage ist für mich sehr schwer zu beantworten, denn ich habe das Quilling nicht von jemandem oder irgendwo gelernt. Ich habe es entdeckt und es mit der Zeit entwickelt.

Was raten Sie Neulingen in der Welt des Quillings?
Geduld und Übung! Das Ergebnis wird mit der Zeit besser werden. Außerdem verstehe ich, dass es viel einfacher ist, eine Vorlage für den Anfang zu kopieren, aber es macht viel mehr Spaß, etwas Eigenes zu machen. Scheuen Sie sich also nicht, etwas Neues auszuprobieren und Ihrer Fantasie freien Lauf zu lassen.

Das Interview mit der türkischen Künstlerin, die jetzt in Lissabon wohnt, führte Laura Clarke für Two Sides.
Für mehr über Sena und ihre Arbeit, besuchen Sie www.senaruna.com.
Sie können ihr auch auf Instagram und anderen Social-Media-Plattformen folgen @senaruna

Papier ist nicht nur eine natürliche Quelle für Kreativität und Experimentierfreude, sondern auch eine nachhaltige Art, Kunst zu machen. Wenn das Papier-Schaffen nicht wie gewünscht läuft – kein Problem – gib es ins Altpapier und versuche es noch einmal. Immerhin werden 74 % des Papiers in Europa für neue Papierprodukte wiederverwertet. Das ist eine der höchsten Recyclingquoten der Welt!

Nachhaltige Forstwirtschaft und Zertifizierungssysteme

Bäume sind ein wichtiger Bestandteil der Umwelt. Gut bewirtschaftete, nachhaltige Wälder bieten der Gesellschaft vielfältige Vorteile, wie z.B. Lebensgrundlagen, Ökosystemleistungen und biologische Vielfalt. Gleichzeitig helfen sie, den Klimawandel zu bekämpfen.

Eine nachhaltige Bewirtschaftung ist die Grundlage dafür, die langfristige Gesundheit der europäischen Wälder zu gewährleisten und dafür, dass die Papierbranche auch weiter ihren wichtigsten Rohstoff beziehen kann. Das stellen die nationalen Forstgesetze in Europa sicher, auch die europäische Holzhandels-Richtlinie (EUTR). Zusätzlich gibt es aber auch eine Reihe von nicht-staatlichen Systemen, die eine nachhaltige Bewirtschaftung der Wälder überprüfen. Die beiden bekanntesten sind das Programme for the Endorsement of Forest Certification (PEFC) und der Forest Stewardship Council (FSC). Beide Systeme verfolgen ähnliche Ziele: die Zertifizierung von Wäldern nach glaubwürdigen, von unabhängiger Seite überprüften Standards für eine verantwortungsvolle Bewirtschaftung, die Erhaltung der natürlichen Lebensräume von Pflanzen und Tieren sowie die Achtung der Rechte von diversen Stakeholdern. Beide arbeiten mit erprobten Vorgehensweisen, um die Produktkette zu zertifizieren, die Holz und Holzfasern auf allen Stufen der Lieferkette vom Wald bis zum Endverbraucher verfolgt.

Fast 105 Millionen Hektar sind zertifiziert, 52 % der Waldfläche in Europa.
Forest Europe, 2021

Achten Sie auf das Logo

Wenn Sie ein Produkt mit dem PEFC/FSC-Siegel kaufen, können Sie sicher sein, dass die zur Herstellung des Produkts verwendeten Bäume nachgepflanzt wurden oder sich auf natürliche Weise regenerieren konnten, ohne dass Menschen, Wildtiere oder die Umwelt zu beschränkt wurden. Das Logo ist mit einer Chain-of-Custody-Nummer versehen, die es ermöglicht, das Produkt vom Wald bis zum Kunden zu verfolgen – jedes Glied zwischen dem Wald und dem Verbraucher ist zertifiziert, so dass leicht zu erkennen ist, was PEFC/FSC-zertifiziert ist und was nicht – wenn es das Label nicht trägt, ist es nicht zertifiziert!

Gängige PEFC/FSC-zertifizierte Papierprodukte

Wenn Sie das nächste Mal Papier oder Printmedien kaufen, halten Sie Ausschau nach Produkten mit diesen Siegeln:
○  Papier – ob A4-Papier für Ihren Drucker, ein Magazin oder Notizpapier, es gibt viele zertifizierte Produkte in Ihrem Schreibwarengeschäft oder Supermarkt.
○  Grußkarten und DirectMail – achten Sie auf der Rückseite der Karte auf das PEFC/FSC-Logo.
○  Geschenkpapier – immer mehr Einzelhändler bieten zertifiziertes Einwickelpapier an. Wenn Sie Geschenkpapier und Grußkarten recyceln möchten, sollten Sie jedoch bedenken, dass Verzierungen wie Bänder oder Glitter nicht recycelbar sind und daher entfernt werden sollten, bevor Sie sie in die Recyclingtonne werfen.
○  Lebensmittelverpackungen – im Zuge der Abkehr von Plastik werden immer mehr Lebensmittel in Karton verpackt. Wenn es sich um zertifiziertes Papier handelt, ist das Logo irgendwo auf der Verpackung aufgedruckt.
○  Taschentücher und Toilettenpapier – natürlich ist Weichheit wichtig, aber auch der Planet, also achten Sie auf das PEFC/FSC-Logo!

Einzelheiten zu anderen FSC-zertifizierten Produkten finden Sie hier.
Informationen über andere PEFC-zertifizierte Produkte finden Sie hier.

Andere Labels, auf die Sie achten sollten

Neben PEFC/FSC gibt es noch weitere internationale Organisationen und Gremien, die sich für eine nachhaltige Forstwirtschaft und Herstellung von Papierprodukten einsetzen, die in Österreich und Europa im Angebot sind. Die gängigsten Siegel sind:

EU-Umweltzeichen
Das in Europa und weltweit anerkannte Logo wird für Produkte und Dienstleistungen vergeben, die im Lebenszyklus hohe Standards erfüllen: von Rohstoffgewinnung über Produktion bis hin zu Vertrieb und Entsorgung.

Österreichisches Umweltzeichen
Seit 1990 kennzeichnet das staatlich vergebene Logo Produkte und Dienstleistungen, die im Vergleich zu Konkurrenzprodukten umweltfreundlicher hergestellt wurden.

Deutscher Blauer Engel
Ein Umweltzeichen in Deutschland, das seit 1978 an besonders umweltfreundliche Produkte und Dienstleistungen vergeben wird.

Nordisches Umweltzeichen
Das Nordische Umweltzeichen, häufig Nordischer Schwan genannt, ist das offizielle Nachhaltigkeits-Umweltzeichen für Produkte aus Skandinavien.

Rainforest Alliance
Der kleine Frosch ist ein Symbol für ökologische, soziale und wirtschaftliche Nachhaltigkeit und findet sich auf Agrar- und Forstprodukten. Der Sitz der Organisation ist in Amsterdam.

US / SFI
Die nordamerikanische Initiative für nachhaltige Forstwirtschaft (Sustainable Forestry Initiative) stützt sich auf vier Säulen: Standards, Naturschutz, Gemeinschaft und Bildung.

Wenn Sie das nächste Mal einkaufen gehen, entweder in einem Geschäft oder online, halten Sie Ausschau nach den oben genannten Logos. Wenn Sie eines sehen, können Sie sicher sein, dass die Papierverpackungen/Materialien aus nachhaltig bewirtschafteten Wäldern stammen.

XXXLutz ist Printwerber 2022

Der Verband Österreichischer Zeitungen (VÖZ) prämierte Ende Juni bei der ADgar-Gala im Wiener Konzerthaus die besten Print- und Onlinewerbungen des vergangenen Jahres. Zum Printwerber des Jahres kürte die Jury die XXXLutz Gruppe.

VÖZ-Präsident und Styria-Vorstandsvorsitzender Markus Mair eröffnete den Abend. Er betonte die enge Verbundenheit der heimischen Medien verlegerischer Herkunft mit der Werbebranche, warnte jedoch vor einer dramatischen Verschiebung der Mediabudgets zu den großen Digitalplattformen.

“Kreative Gestaltungsideen von Print- und Onlinewerbung bieten einen Mehrwert für unsere Produkte, und zugleich war und ist die gedruckte Anzeige gewissermaßen die Champions League der Werbung. Allerdings haben internationale Digitalkonzerne im Meldezeitraum von Jänner bis April dieses Jahres mehr Werbegeld in Österreich eingenommen als alle klassischen Medien wie TV, Radio, Print, Plakat sowie Prospekt zusammen”, so Mair. “Die Schaltungen auf vielen dieser Plattformen erreichen jedoch laut aktuellen Untersuchungen zu einem erheblichen Teil keine realen Nutzerinnen und Nutzer mehr – im Gegensatz zur Printwerbung in redaktionellen Medienprodukten. Diese Umschichtung bringt nicht nur ökonomische, sondern auch demokratiepolitische Risiken mit sich.”

Der Printwerber des Jahres

Als “Printwerber des Jahres” wurde bereits zum zweiten Mal die XXXLutz Gruppe ausgezeichnet. Helmut Schoba (VGN Medien), VÖZ-Vorstandsmitglied und Vorsitzender des Boards Werbemarkt, ging in seiner Laudatio auf die herausragenden Leistungen ein, die das Unternehmen im Bereich der Printwerbung seit vielen Jahren erbringt. “Nicht viele Unternehmen können von sich sagen, mehr als einmal mit dem begehrten ADgar für den Printwerber des Jahres ausgezeichnet worden zu sein. Die XXXLutz Gruppe ist so ein Unternehmen: Sie setzt bereits seit der Unternehmensgründung kontinuierlich und aus Überzeugung auf Printwerbung und ist somit für die heimischen Medienhäuser ein verlässlicher Partner”, so Schoba. “Das möchten wir mit dem ADGAR in diesem Jahr ganz besonders würdigen.”

Helmut Schoba und VÖZ-Präsident Markus Mair überreichten die Trophäe an Michael Grecksamer, Werbeleiter der XXXLutz Gruppe.

Die Höhepunkte der Gala

Für den Opening Act verantwortlich war in diesem Jahr das Wissenschaftskabarett “Science Busters”, als musikalisches Highlight des Abends konnte der britische Rock- und Soul-Superstar Andrew Roachford gewonnen werden. Durch die Gala führten Margit Laufer (ORF) und Thomas Mohr (Puls4).
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Neue Karton-Sieger in Wien geehrt

Mitglieder der Faltschachtel-Kette konnten nach einer Corona-Pause „endlich“ wieder Preise vergeben.

Endlich nachgeholt: die Verleihung des Carton Austria Awards 2021

In festlichem Rahmen des Wiener Lusthauses wurden die Preisträger des Carton Austria Awards 2021 geehrt. Der Wettbewerb ist ein gemeinsames Projekt von Propak Austria, dem Handelsmagazin Cash und Pro Carton. Er holt die besten österreichischen Verpackungslösungen aus Karton auf die Bühne, und die können sich wirklich sehen lassen! Beide Preisträger stammen diesmal aus dem Hause Cardbox Packaging Wolfsberg.

Der Herbsttermin der Preisverleihung musste aufgrund der Pandemie abgesagt und konnte jetzt endlich nachgeholt werden. Vergeben wurden zwei Auszeichnungen: ein Preis der Jury und einer des Publikums. Die Jury bestand aus den Redakteuren des Handelsmagazins. Urkunden und Trophies übergaben Horst Bittermann (ProCarton), Martin Widermann (Propak) und Claudia Stückler (Cash).  zum Video

Den Preis der Jury gewann „Gloot“, ein einfaches, aber äußerst wirkungsvolles System zum Anheizen von Grillkohle. Dieser leichte und saubere Weg zu perfektem Grillgenuss stammt von Markeninhaber Thomas Schiefer, der den Award auch persönlich entgegennahm – gemeinsam mit Rene Buchart von Cardbox Packaging.

Die Faltschachtel lässt sich mit wenigen und einfachen Handgriffen in einen Kamin verwandeln, der die enthaltene, in traditionellem Köhlerhandwerk hergestellte Grillkohle sicher zum Glühen bringt. In weniger als einer Viertelstunde ist das Barbecue bereit. Dazu Preisträger Thomas Schiefer: „In meiner Region gibt es noch das traditionelle Köhlerhandwerk. Die regionalen Köhler stellen hochwertige Grillkohle her. Die Verpackung ergänzt dieses Premiumprodukt – für ein genussvolles, lockeres Grillerlebnis.“ Die Jury war sich einig: „Eine besonders elegante und überzeugende Idee, wie Verpackung zum Teil des Produkts werden kann.“

Den Publikumspreis gewann „Smart One” von Playbrush, die Verpackung für eine exklusive, intelligente Schallzahnbürste, hergestellt ebenfalls von Cardbox Packaging Wolfsberg. Für diese sehr spezielle Zahnbürste wurde eine exklusiv entwickelte Verpackung benötigt, die die erforderliche Stabilität mit einem schönen und funktionalen Design verbindet und das Spitzenprodukt entsprechend präsentiert. Neben Rene Buchart standen bei der Übergabe des Awards diesmal Bettina Tschoner-Fuchs von Metsä Board sowie Nini Gregori und Moritz Hoyos von Playbrush: Die gesamte Supply Chain war vereint, um den Preis entgegenzunehmen.

Strahlender Design-Nachwuchs: die Verleihung des Young Designers Awards 2021

Gleichzeitig wurden die Preisträger und Finalisten des Propak/ProCarton Young Designers Award 2021 geehrt. Lena Gundacker von der New Design University St. Pölten und Jaimy Preiml von der Wiener Graphischen konnten auf diese Weise frühe Erfolge ihrer Karriere verbuchen.  zum Video

Ein runder Geburtstag: Der erste Young Designers Award wurde vor genau 20 Jahren verliehen. Martin Widermann (GF Propak) und Horst Bittermann (Präs. ProCarton) zeigten sich hoch erfreut darüber, wie gut sich der Wettbewerb gerade unter den schwierigen Umständen der Covid-Pandemie bewährt hat: „Das Vertrauen der Bildungseinrichtungen in diesen Award wächst. Es ist großartig, dass er in der akademischen Welt so großen Anklang findet.“

Auch Satkar Gidda, Vorsitzender der internationalen Jury, war beeindruckt: „Ein herzliches Dankeschön und Glückwünsche allen Lehrern und Schülern für die große Anzahl von Beiträgen in diesem Jahr, die unter sehr schwierigen Umständen entstanden sein müssen. Alle Entwürfe haben diesmal konkrete Verbraucheranliegen überzeugend gelöst.“

Unter mehr als 90 Einreichungen aus Österreich hat die internationale Jury fünf Finalisten ausgewählt. Die Studenten kommen von der Graphischen Wien, der New Design University St. Pölten und dem FH Joanneum. Die Jury bestand aus dem Vorsitzenden Satkar Gidda (Markenberater, PL), Janet Shipton (Packaging Designerin, UK), Philip Freymüller (MM Packaging, AT) sowie Jean-Philipp Truttmann (General Mills CH). Auch drei der Lehrer waren gekommen und wurden mit einer Flasche Champagner geehrt – selbstverständlich in einer prachtvollen Faltschachtelverpackung. Ohne ihr Engagement wäre die Entwicklung einer derart professionellen Qualität unter den jungen Designern nicht möglich.

Die Recycling-Awards wurden vergeben

Am Tag der Papierverpackung Ende Juni in Brüssel wurde nicht nur die neue Zielvereinbarung für das Recycling bis 2030 vom Altpapierrat bekannt gegeben, sondern auch die EPRC-Awards überreicht – von MEP Anna Asimakopoulou. Der Preis in zwei Kategorien ist eine Initiative des European Paper For Recycling Councils (EPRC), der 2000 gegründet worden war, um die Wiederverwertung von Altpapier Europa-weit zu steigern.

Er wurde außerdem für Projekte und Initiativen geschaffen, die das Bewusstsein für das Papierrecycling schärfen. Der Gewinner wird anhand von vier Schlüsselkriterien ausgewählt: Relevanz und Originalität, Erfolge, Möglichkeit zur Reproduktion des Projekts und Kosteneffizienz. Der Wettbewerb steht allen Einrichtungen mit Sitz in Europa offen, darunter Schulen, Universitäten, NRO, nationale und regionale Behörden, Unternehmen und Verbänden.

Kategorie Technik

Ein Projekt aus Deutschland hat untersucht, wie man Altpapier besser sammeln, sortieren und wiederverwerten kann.

Um die Umweltbilanz der Papierherstellung nachhaltig zu verbessern, verfolgte das Forschungsprojekt EnEWA den Ansatz, neue Quellen für ein umweltfreundliches Altpapierrecycling zu erschließen und nutzbar zu machen. Das Institut für Anthropogene Stoffkreisläufe (ANTS) der RWTH Aachen und der Lehrstuhl für Internationale Produktionstechnik und -management (IPEM) der Universität Siegen forschen daher gemeinsam mit einigen Industriepartnern und dem Papierhersteller Leipa an einer Lösung.

Zentrales Element des Forschungsprojekts ist die Untersuchung des Potenzials zur Rückgewinnung von Papierfasern aus gemischten Abfallströmen (Leichtverpackungsabfälle, Gewerbeabfälle und Restmüll) für die Papierproduktion. Derzeit haben papierbasierte Verpackungen aus der Lebensmittelindustrie bereits einen bedeutenden Anteil – mit steigender Tendenz. Die Möglichkeit, die Fasern aus diesen Leichtverpackungen zurückzugewinnen, würde zu einer höheren Akzeptanz bei Herstellern und Verbrauchern beitragen, und damit zu einer verstärkten Nutzung dieser Verpackungslösungen. Auf diese Weise kann die Menge der verfügbaren Recyclingfasern durch einen zusätzlichen Stoffstrom zum Nutzen der Umwelt, der Menschen und der Kreislaufwirtschaft erhöht werden. Darüber hinaus wird die Verwertung von Papier, das in privaten Haushalten häufig falsch entsorgt wird, der so genannte Fehlwurf, untersucht, um auch dieses zu neuem Recyclingpapier zu verarbeiten.

Im Projekt beschäftigen sich die Projektbeteiligten mit den verschiedenen Phasen der Altpapiersammlung, -verwertung und -aufbereitung. Nach einer Analyse der zu verwertenden Altpapiersorten und Altpapierverbunde und deren Qualität im Rahmen von Stoffstromanalysen wurde in der zweiten Projektphase die notwendige Sortiertechnik entwickelt und angepasst. Im Anschluss daran wird ein Verfahren zur Hygienisierung und Aufbereitung der Papierfasern entwickelt.

Die ANTS verband in dem Projekt angewandte Forschung mit dem Schwerpunkt der Stoffstromcharakterisierung und verknüpft die Primärdatenerhebung mit der ökologischen Bewertung und Modellierung der Prozesse. Darüber hinaus wurde die Recyclingfähigkeit der Rejekte analysiert und getestet. Die ökologische Bewertung wurde projektbegleitend durchgeführt und stellt sicher, dass der Recyclingprozess die Entwicklung hin zu einer Kreislaufwirtschaft fördert. Eine Szenarioanalyse zeigt zudem verschiedene Möglichkeiten für den Recyclingprozess auf und gibt wichtige Impulse für die Prozessmodellierung. Die Verwertung von Rejekten ist ein wichtiger Schritt, um langfristig den gesamten Kreislauf zu schließen.

Kategorie Information

Eine Branchen-Initiative arbeitet daran, das Recycling von Pickerlpapier zu verbessern.

CELAB ist eine weltweite Koalition der Label-Industrie. Sie erreicht die gesamte Lieferkette und nutzt das Fachwissen der Mitglieder, um eine Kreislaufwirtschaft für selbstklebendes Etikettenmaterial zu fördern. CELAB Europe wurde im 2020 als gemeinsame Industrieinitiative mit dem Ziel gegründet, eine Kreislaufwirtschaft für das Material von selbstklebenden Pickerln in Europa aufzubauen. Es handelt sich um eine Zusammenarbeit der gesamten Branche, die es den Beteiligten ermöglichen soll, ihre gebrauchten Trennfolien und Matrixmaterialien zu sammeln und zu recyceln.

Ziel der Initiative ist es, dass bis zum Jahr 2025 mehr als 75 % der gebrauchten Trennfolien und Matrizen recycelt werden. Das Konsortium hat verschiedene Daten, Identifizierungen und Klassifizierungen erstellt, das Logistiknetzwerk erweitert und den rechtlichen und regulatorischen Rahmen überarbeitet. Die Mitgliedschaft steht Unternehmen und Verbänden der Etiketten-Wertschöpfungskette, sowie Anwendern, Logistik- und Recyclingunternehmen offen. CELAB Europe ist Teil eines globalen Konsortiums, zu dem auch eine Schwesterinitiative in Nordamerika gehört. Weitere Regionen wie China und Lateinamerika sind im Gespräch. Derzeit zählt das Konsortium 36 Mitglieder in Europa. CELAB Europe wird von FINAT, dem europäischen Verband der Etikettenindustrie, ausgerichtet.
Der Preis wurde von Graham Houlder und Flor Peña Herron übernommen.

Neue Recycling-Mission für Milch- und Saftpackungen

Getränkekarton Austria startet eine neue Kampagne zum Mitmachen: Tonne oder Sack? Hauptsache Gelb! So sollen bis 2025 80 Prozent aller gebrauchten Getränkekartons in Österreich gesammelt werden.

Leere Milch- und Saftpackungen gehören in die gelbe Tonne oder in den gelben Sack. Im Jahr 2020 landeten bereits 63 Prozent aller Getränkekartons in diesen Sammelsystemen, um danach fachgerecht recycelt zu werden. “Mit unserer ‘Recycling Mission 2025’ wollen wir gemeinsam mit der Bevölkerung die Sammelquote von Getränkekartons in Österreich auf 80 Prozent anheben”, so Georg Matyk, Geschäftsführer von Getränkekarton Austria.

Recycling von Getränkekartons ist ganz einfach

Durch den Einsatz moderner Sortieranlagen wird Getränkekarton von Plastikflaschen getrennt und wieder zu neuem Karton verarbeitet. Dabei werden die Getränkekartons als eigene Fraktion aussortiert und können anschließend direkt dem Recycling in der Kartonfabrik zugeführt werden. Die Sammlung von Leichtverpackungen in Österreich verfügt über mehr als 250.000 Sammelbehälter und mehr als 1.500.000 Haushalte werden durch die Abholung ihrer gelben Säcke direkt betreut. Außerdem können Getränkekartons auch in jedem Altstoffsammelzentrum zum Recycling abgegeben werden.

Gebrauchte Getränkekartons sind also kein Abfall, sondern wertvoller Rohstoff. Sie wieder zu verwerten ist heute genau so einfach wie das Recycling von Zeitungen oder Schachteln aus Karton oder Wellpappe. Zu Ballen gepresst gelangen die gesammelten und aussortierten Getränkekartons in die Papier- oder Kartonfabrik. Auf einem Förderband fährt das Sammelgut in den Pulper. In so einer Anlage wird die Zellulose im Wasserbad durch ständiges Rühren vom Polyethylen und Aluminium getrennt. Die Zellulose wird aus dem Wasserbad herausgelöst und zu neuem Verpackungs-Karton recycelt. Kunststoff- und Alufolienreste werden im Recyclingverfahren mechanisch ausgeschieden und dienen in Zementfabriken als Ersatzbrennstoff.

Durch diesen Kreislauf verbessert sich der Öko-Fußabdruck der Getränkekartons weiter und hat Vorteile gegenüber Gebinden aus PET oder Glas, wie eine C7-Studie vor drei Jahren zeigte. Link

Humor statt Zeigefinger

Freche Sprüche, Videos und witzige Doodles, die Getränkekartons zum Leben erwecken, zeigen, dass Recycling richtig Spaß machen kann.
Tonne oder Sack? Hauptsache Gelb!
Für dich ist es nur ein kleiner Wurf, doch für die Umwelt ein riesiger Schritt.
Jedes Packerl ist Gelb wert!

City Light-Plakate in allen Landeshauptstädten richten sich ab Mitte Juni an alle, die im urbanen Raum unterwegs sind und Getränke aus recycelbaren Kartons konsumieren. „Pünktlich zum Sommerbeginn schicken wir unsere Getränkekarton-Doodles auf Österreich-Tour“, so Georg Matyk. Mitverfolgen lässt sich die Tour auf den Social-Media-Kanälen Facebook, Instagram und Twitter; auch Influencer machen auf das wichtige Thema aufmerksam. Der Hashtag #gemeinsammeln erklärt das richtige Sammeln von Getränkekartons und möchte zum Kommentieren, Liken und Sharen motivieren.

Getränkekarton Austria vertritt die gemeinsamen Interessen der Anbieter von Getränkekartons in Österreich – Tetra Pak, Elopak und SIG Combibloc – und setzt sich gemeinsam mit Partnern für die Sammlung und stoffliche Verwertung von Getränkeverbundkartons in Österreich ein.

 

Weitere Infos über die Leichtverpackungssammlung erhalten Sie unter
www.getraenkekarton.at
www.recyclingmission.at
www.ara.at

 

Abb: © Getränkekarton Austria/bluforce group

Am Welt-Recycling-Tag

Two Sides und VÖZ kooperieren mit einer Kampagne zum Recycling von Papier & Printmedien.

Dieses Jahr ist der 18. März ein Freitag und ein wichtiges Datum für die Nachhaltigkeit, denn es ist der Global Recycling Day. Der Tag wurde 2018 ins Leben gerufen, um die Bedeutung hervorzuheben, die Recycling für die Schonung vieler Ressourcen unserer Erde hat. Er soll das Bewusstsein für die Kreislaufwirtschaft schärfen und Regierungen, Unternehmen und Menschen dazu ermutigen, mehr auf das Sammeln und Wiederverwerten zu achten.

Die Kreislaufwirtschaft kann den Lebenszyklus von Materialien und Produkten durch Recycling deutlich verlängern. – Das spielt eine wesentliche Rolle bei den Bemühungen der Unternehmen sowie der Verbraucherinnen und Verbraucher, Ressourcen zu schonen und die CO2-Emissionen zu verringern. Darauf möchten wir gerne hinweisen“, sagt Gerald Grünberger, Geschäftsführer des Verbands Österreichischer Zeitungen (VÖZ). „Aus diesem Grund unterstützen die Mitgliedsverlage des Verbands die TwoSides-Kampagne rund um den Welt-Recycling-Tag am 18. März. Denn gerade bei der Herstellung von Pressepapieren kommt – je nach Anforderung an das Printprodukt – viel Altpapier zum Einsatz. Nicht nur deshalb ist es wichtig, Printausgaben nach der Lektüre zur Altpapiersammlung zu geben.“

Recyclingquote schon bald an der Machbarkeitsgrenze

Wenn es um Recycling geht, liegt ein Material ganz vorn: Papier. Mit einer aktuellen Recyclingquote von 74 % in Europa – noch vor Nordamerika (66 %) und Asien (54 %) – ist es eines der nachhaltigsten Materialien. Der gute Wert wird noch deutlicher, wenn man bedenkt, dass die Machbarkeitsgrenze bei ungefähr 80 Prozent liegt. Das liegt daran, dass bestimme Produkte nicht zurück in den Kreislauf kommen können oder sollen. Bestimmte Printprodukte behalten wir gerne und lange (z.B. Bücher und Dokumente), andere sind verbaut (Konstruktionsteile und Dämmstoffe), verschmutzt (teilweise Lebensmittel-verpackungen und Putztücher), beschichtet (Barrierepapiere und Tapeten), oder es sind nicht recycelbare Sanitärprodukte.

Auch im Bereich Verpackungspapiere funktioniert die Sammlung gut, unter den Verpackungsmaterialien sind die Raten so: Papier 83%, Metall 80%, Glas 75% und Plastik mit Aufholbedarf 42%. Das gute Ergebnis liegt unter anderem daran, dass große Mengen an Wellpappe und Kartonschachteln von Versandlagern und Einzelhandel in Ballen gepresst und direkt zurückgeführt werden.

Die Rückführung dieses Materials ist durch die Verpackungsverordnung vorgeschrieben und wird in Österreich durch Systeme wie der ARA organisiert. Vorstand Christoph Scharff erläutert dazu: „Auch unsere Statistik im Bereich der Verpackungen zeigt sehr gute Sammelergebnisse. 2021 gelang erneut ein leichtes Plus von 0,4 % in der Menge. Dabei ist natürlich auch das Engagement der Menschen in Österreich sehr hilfreich, wie unsere aktuelle IMAS-Umfrage zeigt.“ 98 % der Befragten sammeln Altpapier getrennt. „Jetzt konzentrieren wir uns darauf, die Menschen zu motivieren, große Schachteln zusammenzulegen. Der Slogan der Wiener MA 48 bringt das gut auf den Punkt: „Mach’s kleiner, warat feiner! Das soll helfen, die Logistik des Altpapiers noch effizienter und CO2-ärmer zu gestalten.“

Stetig verbesserte Sammlung von 40 auf 74 Prozent

Das von der Branche selbstgesetzte Ziel, drei Viertel aller verwendeten Papierprodukte wiederzuverwerten, ist vorbildlich und wird dadurch noch bemerkenswerter, wenn man sich dazu die tatsächlichen Mengen vorstellt. Jährlich werden in Europa 76 Millionen Tonnen Papierprodukte verwendet, also Printmedien, Verpackungen, und vieles mehr. Davon kommen rund 56 Millionen Tonnen wieder zu den Papierfabriken. Das ergibt die oben erwähnten 74 Prozent.

Blickt man in die Geschichte des Altpapiers, so sieht man, dass dieser Wert das Ergebnis einer langen Entwicklung ist. Lag die Recyclingquote 1990 noch bei 40 Prozent, stieg sie bis 2010 auf 69, und jetzt auf 74 Prozent. Seit 1998, dem Basisjahr für die erste freiwillige Selbstverpflichtung durch den Europäischen Altpapierrat, ist das Recycling um gewaltige 16 Millionen Tonnen pro Jahr beziehungsweise um 40 Prozent gestiegen.

2020 wurden in Europa 74 % aller gekauften Papierprodukte wieder recycelt, womit Papier zu den am häufigsten wiederverwerteten Materialien gehört. Doch die Wertschöpfungskette Papier & Printmedien ist weiter bestrebt, die Sammlung für Betriebe und Verbraucher einfach und effizient zu gestalten und ihre Recyclingquoten zu maximieren. Ökologisch gesehen macht es viel mehr Sinn, Altpapier zu recyceln als es in den Restmüll zu geben. Die so gewonnenen Sekundärfasern ergänzen den Bedarf an Frischfasern, die notwendig sind, um die Nachfrage der Gesellschaft nach Produkten aus Papier, Karton und Pappe zu decken. Tatsächlich werden Papierprodukte in Europa zurzeit 3,8-mal im Kreislauf geführt, weltweit ist der Wert 2,4-mal.

Welche Papiere können recycelt werden? : Info

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